Ein Gastkommentar von +Marc Jacobs von www.ramoth.de
So als Neu-Socialnetworker mit dem sehr begrenzten Horizont g+ möchte ich hier mal ein paar womöglich verquere Gedanken zu Papier bzw. zu Pixel bringen…
Unsere Politiker, allen voran Frank-Walter Steinmeier, haben offenbar zum Teil erkannt, dass man über soziale Netzwerke wie g+ Bürger erreichen kann. So weit, so gut. Problematisch ist nur der ungewohnte Ansatz, dass diese neuen Plattformen doch tatsächlich auf bi-direktionale Kommunikation ausgelegt sind. Das kann doch von einem Politiker niemand wirklich erwarten… wenn man schon 99% des Tages mit Reisen und Reden verbringt, dann bleibt ja auch nur noch 1% um entweder mal zuzuhören oder eben aufs Klo zu gehen… und da ist letzteres verständlicherweise wichtiger..Das größte Problem wird wohl sein, dass die Profile der Politiker auf diesen Plattformen prinzipiell nicht selbst, sondern durch dritte betreut werden… und so kann prinzipiell unter dem Namen des Politikers keine Diskussion geführt werden, da unter dem ehrenwerten Namen natürlich nur streng kontrolliertes Material veröffentlicht werden darf… also Pressemitteilungen… ausgelegt auf Simplexkommunikation… die daraus entstehenden Diskussionen unter den Lesern sind nett, aber kein Muß, im Falle von Kontroversität gar unerwünscht und störend…
Schön, dass auf g+, fb und Co da vorgesorgt wurde und gleich Lösch- und Blockierfunktionen für das eigene Profil integriert sind… so mag manch ein Betreuer solcher Politikerprofile wohl denken… und kurzerhand unschöne Kommentare löschen oder permanent kritische Profilgäste komplett blocken… beim Fernsehen kann man sich ja auch aussuchen, welches Programm man schaut und im Zweifelsfall auf Stumm schalten oder wegzappen.
Was die Damen und Herren aber leider übersehen, ist die soziale Komponente… beim Fernsehen bekommt der Sender kein direktes Feedback, wenn ich bei Barbara Salesch wegzappe, merkt Frau Salesch davon exakt: nix! Schalte ich Herrn Gottschalk stumm… ist ihm das völlig egal… er redet weiter, hören ja genug andere zu…
Anders bei g+ & Co…hier müssen manche Leute den Umgang noch lernen… schalte ich bei g+ jemanden stumm, dann gilt das einem Individuum, womöglich einem aufrichtig interessierten Individuum. Blocke ich jemanden, so beziehe ich das gezielt auf eine Person, nicht auf eine Nachricht oder eine Meinung… blocke ich gar ohne vorherige Kontaktaufnahme, Warnung o.ä., lasse ich dem geblockten also nicht mal die Möglichkeit zur Stellungnahme, dann verkehre ich den Sinn des sozialen Netzwerks ins Asoziale, unterbinde die Entwicklung guter Kommunikation und schädige mein Gegenüber…
Wer von uns würde im realen Leben zur öffentlichen Diskussionsrunde einladen, und dann nach 10 Minuten den ersten Gästen mit Tape den Mund zukleben bzw. andere einfach aus der Diskussion entfernen?
Machts Euch klar… im Sozialen Netz schalten wir mit dem Block-Button nicht ein Teil eines Computerprogramms stumm, sondern einen realen, existierenden Menschen. Einen Menschen mit Gefühlen, mit Gestaltungswillen, mit einer Botschaft… und – wenn unbedacht eingesetzt – verletzen wir diesen Menschen nachhaltig, vergrößern mit dem Block-Button die Traurigkeit und Frustration in dieser Welt….
siehe auch www.waschtrommler.org
just my 2 cents…
]]>Google+ plagt sich jetzt seit Wochen mit der Klarnamen/Pseudonym/Anonoymitäts (das mir keiner die Begriffe hier verwechselst) Debatte herum. Dabei könnte es so einfach sein!
Nun im Gegensatz zu dem ein oder anderen geneigten Leser bzw. Leserin bin ich seit 2003 Mitglied eines sozialen Netzwerks das diese Probleme bereits gelöst hat. Es nennt sich Gayromeo. Kennt Ihr nicht, eine gute Einführung gibt es hier Gayromeo bei Wikipedia (Empfehle ich zuerst zu lesen ansonsten verstehen Sie den Rest nicht)
Es stellte sich dem Portal irgendwann die Frage was tun mit expliziten Bildern, Porno, Fakern. Die Antwort darauf ist eben so simpel wie wirksam: Schwarm-Intelligentz und Community Reputation.
Wenn ich ein Bild in mein Profil bei GR hochlade kann ich mich entscheiden ob ein Administrator oder der User (Schwarm) das bild “raten” sollen. Zugelassen zu diesem Schwarm sind allerdings nur User mit mindestens 1000 s.g. Userpunkten. Diese ergeben sich aus der wahrscheinlichen “Echtheit” des Profils und meinen abgegeben Stimmen zu Bildern. Meint, wenn 5 von 10 User ein Bild als Porno oder XXX einstufen und ich nicht verliere ich Punkte.
Die “Echtheit” Meines Profils speist sich aus meinen Kontakten, die angeben können, schon mal gesehen oder…was auch immer
Und so dreht sich das Rad.
Es ist eine ganz einfache Community Lösung, so lange man die User als Menschen und nicht nur als Konsument bzw. Daten betrachtet. Ich Brauche keine Google Algorithmen, ich brauche nur gesunden Menschenverstand um das Problem zu lösen!
Nachdem dem Kindesentführer und Mörder Gäfgen vor Gericht ein Schmerzensgeld zugesprochen wurde, weil ein Polizist ihm Folter angedroht hatte, machte sich in Deutschland wieder schnell eine Lynchmob-Mentaltität breit, voller Empörung, wie so etwas sein könne, dass “so einer” so etwas zugesprochen bekommt. Da liegt aber der fundamentale Denkfehler drin, der unseren Rechtsstaat vom Mittelalter unterscheidet: Ein Unrecht ist ein Unrecht und der Staat bemüht sich, dagegen vorzugehen, egal wem dieses Unrecht widerfährt, egal ob es ein guter Mensch, ein Arschloch oder ein Kindesmörder ist, Recht steht jedem zu. Sollte es zumindest.
Zu einem Rechtsstaat gehört auch, dass Gäfgen für seine Tat vor Gericht gekommen ist und zu einer angemessenen Strafe verurteilt wurde und nicht dem wütenden Mob zum Fraß vorgeworfen wurde. Dennoch würden viele ihm am liebsten auch die Kehle durchschneiden oder zumindest fordern, dass es auch jemand anderes tut. Allen voran die dreckige BILD-Zeitung, die von einem “Schand-Urteil” spricht und fragt “In was für einem Land leben wir eigentlich?”
Na in einem Rechtsstaat. An den die BILD-Zeitung anscheinend nicht so richtig glaubt. Und sich anmaßt Deutschlands Richter zu sein, denn sie kennen sich mit ihre Hetze ja besser aus, als Richter. Ein Schandurteil wäre etwas ganz anderes, ein Schand-Urteil wäre, wenn Polizisten hier in Deutschland Verdächtigen Folter androhen dürften, ohne dafür…
]]>Letzte Woche fragte mich @lao_tse via Twitter ob der Beitrag Der König ist tot – lang lebe der König, den Er in Seinem Blog veröffentlicht hat, interessant für einen Crosspost wäre? Das war und ist er!
Wie @lao_tse in diesem zweiten Artikel beschreibt, ist dann einiges “ins Rollen” gekommen. Das kann man u.a. an den Kommentaren in seinem Blog deutlich sehen.
Auch +Gunter Dueck und +Sascha Lobo haben reagiert. Wir haben uns dazu gestern, zumindest mit Gunter Dueck, bei Google+ “unterhalten”. Haben sehr unkompliziert und schnell Antworten auf unsere Fragen bekommen, wollen es aber G. Dueck überlassen darauf “öffentlich” zu reagieren – aus Gründen! Im Rahmen unseres gestrigen Chats hat mich Gunter Dueck noch auf folgendes hingewiesen:
“Ist es schon bekannt, dass alles noch charmant in Reden rübergebrachte in acht Wochen als Buch erscheint? Da steht dann aber echt alles! Ich durfte das damals im April nicht sagen, weil der Titel sonst vielleicht geklaut wird…da sind Verlage sehr vorsichtig..” (G.Dueck bei G+) Gunter Dueck: Professionelle Intelligenz: Worauf es morgen ankommt
Jetzt aber zum neuen Text von @lao_tse, den er palisades-berlin.de freundlicherweise vorab veröffentlichen lässt. Danke!
Ich muss gestehen, dass ich ein wenig überwältigt bin. Dachte ich bis letzte Woche noch, ich könnte hier ganz unbehelligt auf meiner Blogwolke herumlümmeln und gelegentlich kleine Giftpfeile über den Rand werfen, wurde ich von ungeahnter Resonanz und daraus resultierender Erkenntnis heimgesucht: Menschen lesen meinen Blog! Echte Menschen! Und Prominente! Und Trolle.
Früher dachte ich immer, dass diese Gelüste nach fünfzehn Minuten Ruhm, von denen Andy Warhol sprach, nur vom Fernsehen befriedigt werden könnten, aber damit war es wohl spätestens nach Aufkommen der Privatsender vorbei, weil da immer alle was anderes geguckt haben als die fünfzehn Minuten des Nachbarn. Und Ruhm ohne Zuschauer ist eben eine zweifelhafte Sache. Mittlerweile ist Fernsehen ohnehin auf dem Weg, den der Zirkus schon lange hinter sich gelassen hat. (Für alle jungen Leser: Zirkus war eine Tier- und Akrobatikshow in einem zugigen Zelt, in das man seine Kinder mitnahm, um seine eigene nostalgische Wehmut zu bedienen.)
Das Internet bietet im Gegensatz zum Fernsehen wundersame Möglichkeiten, die Resonanz des eigenen Tuns zu beobachten. So weiß ich zum Beispiel, dass Sascha Lobo meinen letzten Blogeintrag gelesen hat (und noch einen früheren), was ich angesichts der überwältigenden Flut von Geblogtem im Internet, doch überraschend und schmeichelhaft fand. Er hat sich sogar die Zeit genommen, mir seinen von mir heftig kritisierten Standpunkt zu erklären, was ich hochanständig finde. Nur ist es nicht so, als verstünde ich seinen Standpunkt nicht – ich halte ihn lediglich für destruktiv.
Ich bemerke gelegentlich, dass ich von Menschen, sogar von guten Bekannten, angefremdelt werde, wenn ich erkläre, dass wir keinen Fernseher zuhause haben. Die meisten Menschen fürchten dahinter Gutmenschentum (Attila der Gutmensch, die Geißel des 21. Jahrhunderts) und beruhigen sich erst wieder, wenn ich den Fernsehverzicht damit begründe, dass ich mich außerstande sehe, den Konsum zu dosieren und früher häufig von dem Gefühl geplagt wurde, der Fernseher schaue mir mehr zu als ich ihm. Fernsehverzicht aufgrund eigener Schwächen ist okay – Fernsehverzicht aufgrund einer kritischen Haltung zum Fernsehen wird skeptisch beäugt, weil man sich damit von einem vermeintlich wesentlichen Bestandteil des gesellschaftlichen Diskurses entfernt. Dabei weiß ich von gelegentlichen Hotelaufenthalten, dass im Fernsehen zu einem Großteil lediglich Diskursexkremente wiedergekäut werden, während die wenigen Sendungen, die sich bedeutsamen Themen widmen, kaum Resonanz finden.
Das Internet bietet dem Fernsehen gegenüber nicht nur die Möglichkeit zur direkten Resonanzauswertung sondern auch zur Beteiligung am Diskurs. Es ist keine Überheblichkeit gegenüber Offlinern, wenn die Neugestaltung und -ausrichtung unserer Gesellschaft hier stattfindet. Es ist auch kein digitales Herrenmenschentum, wenn wir bemerken, dass neue Technologien und veränderte Formen der Vernetzung und der Kommunikation einen Haufen Berufe überflüssig machen werden. Und es ist keine Verhöhnung unseres Bildungswesens, wenn wir diagnostizieren, dass es unserer Kinder Zeit mit sinnlosen Dingen verplempert, nur weil irgendwelche Leute zu wissen glauben, was die Wirtschaft in zwölf Jahren an Kompetenzen abfragen wird.
Was wir erleben ist nicht die Spaltung unserer Gesellschaft in Onliner und Offliner. Was wir erleben ist das Ringen um Deutungshoheit. Deutlich erkennbar wird dies daran, dass der Gegenseite (in diesem Fall Gunter Dueck) ein falscher Tonfall oder, noch schlimmer, unlautere Absichten unterstellt wenn nicht gar angedichtet werden. Das Problem hierbei ist allerdings, dass die Spaltung der Gesellschaft sich nicht zwischen Off- und Onlinern vollzieht, sondern zwischen den Gewinnern und Verlierern unseres Bildungswesens. Und diese Spaltung steht nicht erst bevor.
Was können wir also tun? Wir können weiter darum ringen, wessen Einschätzung der Sachlage trefflicher ist oder in einem netteren Tonfall vorgetragen wird. Wir können aber auch die Vorteile unserer Vernetzung in die Waagschale werfen und aushandeln, wie sich die Gesellschaft weiterentwickeln soll. Wollen wir das System weiter so gestalten, dass es Gewinner und Verlierer geben muss? Oder wollen wir zumindest die Regeln fairer gestalten? Oder netter zu den Verlierern sein? Wir können diese Diskussion führen, weil wir vernetzt sind, nicht weil wir besser sind als die Offliner. Wir müssen diese Diskussion führen und, ja, wir sollten gelegentlich die Giftpfeile weglassen. Die Sache ist zu wichtig, um sie durch ständiges Verschieben der Diskursarena zu entwerten.
]]>Zuerst aber eine Definition des Begriffs Kasse: Die Kasse (in Österreich auch Kassa) ist die Zahlungsstelle und dient der Abwicklung von Zahlungsvorgängen mit Bargeld, Schecks, Geldkarten und Kreditkarten.
Im Einzelnen wird Bargeld entgegengenommen, geprüft, das Rückgeld oder gegebenenfalls auch Pfand herausgegeben und bis zur Abrechnung sicher aufbewahrt. [Quelle: wikipedia.de]
So! Nun zu der Spezies. Zwanghaft veranlagte Mitmenschen glauben nun also, sie müssten “passend” zahlen! Das Problem dabei, sie können es nicht!
Entweder, weil Sie als Neu-Neuköllner-Stylomaten vollkommen überrascht davon sind das Dinge (“Things”) etwas kosten und man bei der/dem Frau/Mann hinter dem lustigen Tischen am Ende des Ladens (“Shop”) seine Geldbörse auspacken muss. Oder weil sie einfach zu alt, zu unwissend oder zu fremd sind, die richtigen Münzen zu erkennen.
Nun genügt es uns natürlich nicht auf diesen Missstand hinzuweisen…Wir wollen helfen!
Also, Der oder Die Kassierer hat soviel Kleingeld damit Sie oder Er herausgeben kann. Es hat sich uns nie erschlossen welchen Sinn es macht “möglichst passend” Geld auszugeben?
Ich hoffe Sie beherzigen unseren heutigen Tip, im Sinne eines weiteren ruhigen Zusammenlebens.
Lesen Sie in unserer nächsten Kolumne: Die 5-Euro-EC-Karten-Idioten
Ihre Vicki
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Zur jetzt schon legendären re::publica11 #Tassebier, hier ein schöner Bericht der Veranstalter: Straßensperrung, Polizeieinsatz, Trending Topic: #Tassebier. Wir waren auch anwesend und danken Euch für den tollen Abend!
Als erstes was Unterhaltsames.
Für alle, die Gunter Dueck auf der re:publica 11 verpasst haben, hier sein Vortrag. Harte Wahrheit charmant verpackt.
Natürlich darf hier der sprechende Irokesenhaarschnitt nicht fehlen
www.youtube.com/watch?v=sXSrpGr0wDU
Nach dem unser Bericht aber länger als geplant wird, hier ein “Inhaltsverzeichnis”
1. Netzanbindung oder LTE für alle (pb)
2.1 Programm – Speaker (pb) – Ihr verlogene Bande
2.2 Ich muss noch mal zurück zu 2.2 – Frl. Tessa (vl)
4. Die Besucher oder, “Ich bin jetzt mal anstrengend” (vl) (inklusive “Bändchen-rant)
5.0 Und jetzt auch noch 2.3 Feminismus (vl/m)
6. Die Digitale Gesellschaft vs. Digitale Gesellschaft e.V
So, jetzt gehts los:
Vorbemerkung
Da @palisadesberlin dieses Jahr das Glück hatte als Volunteer bei der rp11 mitzuhelfen, werden wir einige Dinge aus der “Innensicht” berichten können und haben auf andere einen zweiten Blick.
Auch wir waren mit einigen “Umständen” bei der re:publica11 nicht wirklich zufrieden. Aber! nach dem unsere Timelines heute voll sind mit kritischen Bemerkungen, bis hin zum vollen rant werden wir uns erst mal mit ein paar kritischen Anmerkungen zur Kritik befassen.
Und nein, man kann sich die re:publica NICHT sparen! Sie ist wichtig! Man sollte nur über die Inhalte, Ziele “reden” Vielleicht fällt den Machern zur rp12 etwas neues ein. Neues wurde am meisten vermisst…wenn ich meine Timeline so lese.
1. Netzanbindung oder LTE für alle (pb)
In guter Tradition der letzten Jahre war auch dieses Mal die Netzanbindung auf der rp11, gelinde gesagt, eine Katastrophe. Und auch wir waren manchmal froh in der Volunteer-Lounge zu sitzen (HDSPA!!!) oder einen der raren Plätze am guten alten Kabel zu ergattern.
Ich lese immer wieder “Es muss doch möglich sein für 3000 (wohl eher 2000?) Leute ein WLAN hinzukriegen”. Und hier liegt auch schon der erste Denk- und Rechenfehler! Mit wie vielen Geräten hast Du denn im Friedrichstadtpalast versucht online zu gehen? Zwei? drei? Da sind wir also schon bei, naja je nach dem, 4000-6000 WLAN suchenden Geräten! Wieso die IP-Adressen für 24 Stunden vergeben wurden bleibt wohl ein Geheimnis des/der Admins.
Das gilt natürlich im Umkehrschluss genauso für die Mobilfunkverbindungen. Bei denen kommt erschwerend hinzu, der Konferenzort liegt nicht mal eben auf der grünen Wiese, sondern in einem sehr dicht besiedelten Teil von Berlin mit vielen, vielen Firmen, Hotels und Mitmenschen.
Fazit: Ja das war nicht schön. Es ist ja charmant zu versuchen das in Eigenregie hinzukriegen! Aber, die Frage bleibt…muss / sollte man sich nicht einfach einen Technikdienstleister als Partner oder Sponsor an Bord holen? Wir hoffen die Organisatoren denken darüber nach und wünschen uns für die rp12 LTE für alle!!! (pb)
2. Programm – Speaker (pb)
Anfangs war ich ja amüsiert das mein “alter Chef von razorfish” Philipp Schäfer die Keynote halten soll. Long time no see. Was ich dann zu hören bekam war…naja nix neues. Vieles davon hat mich an die “Philosophie” von razorfisch erinnert und das ist jetzt auch schon 15 Jahre her. Ich denke da wäre Gunter Duek (siehe oben) eine bessere Wahl gewesen.
Besonders geärgert hat uns, da wir mit diesem Blog in der closed Beta von hatr.org sind, das dieser Vortrag (Shitstorm? You can do it!) in den, gefühlt, kleinsten Raum der Kalkscheune verbannt wurde. So amüsant die Ausführungen von Sascha Lobo zum Thema Trolle am selben Tag, abends im Friedrichstadtpalast auch waren – hier geht es ernsthaft zur Sache, mit einer Idee die so einmalig wie gut ist. Es war kein Reinkommen. Ich hätte gerne das ein oder andere gefragt! Wie übrigens ca. 100 andere Menschen auch.
Also gut zurück in den Palast, Da wurde mein Ärger noch größer. Ich möchte Gabriella Coleman nicht zu nahe treten…Aber das waren Allgemeinplätze zum Thema Anonymous. Eine pure Verschwendung von Zeit.
Über Gunter Dueck muss ich nicht mehr viel sagen. Das Video seiner Ausführungen macht die Runde (siehe oben). Der Mann kommt als Professor mit dem Habitus eines Grundschullehrers daher. Dabei sollte man sich immer ins Gedächtnis rufen das der Mann CTO bei IBM ist! Was er da so amüsant, wie gekonnt “verpackt” ist eine harte Wahrheit!
2.1 Programm – Speaker (pb) – Ihr verlogene Bande
Nach dem die Themen über/für Blogs/Blogger sich mir auf der #rp11 nicht immer erschlossen haben (mag an meiner eigenen intellektuellen Unzulänglichkeit liegen) freute ich mich auf Blogger_innen im Gespräch. Zu Recht! Philip Banse führte angenehm unaufgeregt und intelligent durch die Runde. Auch wenn das bei Gästen wie dem Betreiber von nerdcore, nicht sehr einfach ist. Eigentlich hatte René Walter NICHTS zu sagen, außer: Abmahnung ist Scheisse, interessiert mich nicht, ich bin so pseudo-cool, ihr könnt mich alle. Danke auch!
Dann kam Julia Probst, gehörlos von Geburt an und leidenschaftliche Bloggerin, bekannt für den Ableseservice während der Fußball-WM 2010, bei der die Lippenleserin Aussprüche von Spielern, Trainern und Schiedsrichtern. So charmant, so mitreißend, da konnte sich manch “sprechender” etwas abschneiden. Ganz groß war Ihre Erklärung zu den Namen von Politikern in Gebärdensprache. Aber auch, und das war ein ganz seltener Moment bei dieser rp11 – konkrete Forderungen an die Gesellschaft und Politik! Danke dafür.
Das uninspirierte, nichtssagende Gespräch mit Katrin Rönicke lasse ich außen vor.
Und dann, der Star von #jan25 Richard Gutjahr! Wurde bejubelt! Nicht das wir uns falsch verstehen. Ich mag Ihn und ich finde das was er getan hat extrem mutig – und sagen wir mal “ganz weit vorne”
Ich meine Euch/mich/uns! Was war da für ein Hype auf Twitter um #jan25. Alles überschlug sich mit neusten Meldungen, Hilferufen usw. Alle jubeln Gutjahr zu…Applaus…
Und dann spricht später Noha Atef eine mutige, charmante, eloquente Frau über die “Revolution” in Ägypten – die wir alle vom sicheren heimischen Rechner aus begleitet haben. Auch Sie sagt uns unangenehme Wahrheiten “This was not a Facebook revolution, this was a revolution of the people”
Und der große Saal des Friedrichstadtpalastes ist halb leer! Was sind wir doch für eine verlogene Bande! Wir bejubeln die Boten, on- wie offline, die Akteure werden fast ignoriert. Die Karawane zieht weiter….
Fazit: Liebes re:publica Team…Es war zu viel, es war, manchmal zu beliebig und banal. Nie war der Spruch “Weniger ist mehr” treffender als für das Programm der rp11.
Einen schönen Text dazu habe ich bei drylightning.de gefunden. Auch kreativbuero.de hat eine lesenswerte Analyse.
Mitten in Berlin, schön! Über das Thema Kalkscheune ist genug ge-Twittert worden, wobei der Sicherheitsaspekt für uns noch vor “ich komm da net rein” rangiert. Aber auch hier, liebe Veranstalter, liegt es an der Auswahl der RednerInnen/Ort. Das war in diesem Jahr “suboptimal”
Vielleicht wäre es ja eine Idee über Interessen zu Themen abstimmen zu lassen? Im Vorfeld…Merke wenn alle beteiligt waren gibt es keinen “Schuldigen”
Zugegeben der FSP ist schon eine “geile” Location…nur wenn diese die Anforderungen nicht mehr erfüllt….Wir sind hier in Berlin, es muss doch Ausweichmöglichkeiten geben.
Wie wir aber aus gut unterrichteter Quelle wissen hat die Suche bereits begonnen!
UPDATE 18.04.11/14:45:
4. Die Besucher oder, “Ich bin jetzt mal anstrengend” (vl)
Ich dachte immer Hämorrhoiden sind lästig und schmerzhaft. Nein, ich habe dazu gelernt. Stoffbändchen sind es auch!
Also meine lieben Internetfreunde – auch wenn ihr es mit der Haptik nicht so habt (#hach das gefällt mir) KRIEGT EUCH WIEDER EIN! Aber nun mal von vorne.
Als “Eintrittskarte” zur rp11 wurden diesmal kleine Stoffbändchen mit Arretierung verteilt. Das scheint einige von Euch ja vor nicht geahnte Probleme zu stellen! Es gab sogar einen how-to-bändchen-removal Blogeintrag mit schematischen Darstellungen (Sonst hast Du aber keine Probleme?)
Da mich das dumme Bändchen außerhalb der Veranstaltung nur behindert (Duschen, Toilettengänge, überall….),
Ich mach mir jetzt mal kein Kopfkino mit dem “Toilettengang”. HABT IHR SIE NOCH ALLE?
<rant> Ihr legt doch beim ficken auch ein Handtuch unter, oder? Und wie tief steckst du dir dein Hand in den Arsch damit das Band dich behindert? Auch “es kratzt mich beim duschen” finde ich…komisch…wo, kratzt es denn?</rant> Hach jetzt soll (pb) weiterschreiben!
Fazit: Vorschlag an die Veranstalter: Nächstes Jahr bekommen alle Ihr Bändchen ins Ohr “getackert” – wie ein Steiff-Teddy.
Auch auf so absurde Forderungen wie “3-Tage-Vollverpflegung” (am besten noch für ein €55 Ticket) oder “wieso Vorträge in Englisch?” gehen wir hier gar nicht weiter ein. Mensch Leute denkt doch mal nach!
Zur persönlichen Programmplanung stand im Vorfeld der “personalisierbare Session Plan” für alle gängigen (elektronischen) Kalenderformate online. Da Mann/Frau wegen der oben beschriebenen Übeberbelegung manchmal spontan umplanen musste gab es ja die gedruckten (Haptik rules!) Tagespläne…Nur, nicht jedem waren alle Sprecher und deren Background bekannt. Eine einfache, man kann das sicher noch smarter lösen, Hilfe (vorab zum Download) wäre so etwas gewesen Sessions _ re_publica 1.pdf. Aber nachdem nächstes Jahr der Netzzugang sicher nichts zu wünschen übrig lässt…
Und dann die Tickets! Also liebe Internetfreunde, zuerst ist es KEIN Problem sich ein Ticket auszudrucken, oder? Aber auch hier ist uns aufgefallen, die amadio-Tickets trugen einen Barcode UND einen QR-Code (den hätte man von jeder Device scannen können). Leider waren bei den Einlass-Countern aber nur Barcode-Scanner angeschlossen bzw. installiert. Wenn auch nur eine Petitesse. Aber das sind vermeidbare “Hindernisse.
Ich muss noch mal zurück zu 2.2 – Frl. Tessa (vl)
girlism? What’s happening? Love ? Ich hatte mich sehr gefreut auf Teresa Bücker, Nadine Lantzsch und Eva Horn. Was dann kam war “nicht lustig” im amerikanischen gibt es einen schönen Begriff dafür “too can”. Es lag sicher auch an der mangelnden Mitwirkung der Anwesenden – aber liebe Frauen…das üben wir noch mal, gell! Da nützt auch keine pseudo-Twitter-Prominenz – lame is lame!
5.0 Und jetzt auch noch 2.3 Feminismus (vl/m)
Sind Frauen unterrepräsentiert? NEIN! Blogs oder Internetangebote von Frauen müssen nicht explizit “gefördert” werden! Ich hatte das Vergnügen mit einer tollen Frau als Volunteer zusammen zu arbeiten. Eigentlich Rechtsanwältin, Copyright, jetzt NGO’s. Charmant, direkt, wissend.
Anerkennung durch klare Definition der Kompetenz! Und keine Frauenquote!
Ich kann es euch daher nicht ersparen eine kleine Satire zu bringen. Wer so einen offensiven Titel wählt hat es nicht besser verdient. How Feminist Digital Activism Is Like the Clitoris wo sind wir? in den 70’ern??? da hat uns das Anny Sprikle schon besser erklärt:
www.youtube.com/watch?v=ZZS_ItWQecc
6. Die Digitale Gesellschaft vs. Digitale Gesellschaft e.V
Zuerst möchten wir auf einen sehr ausgewogenen Text von Fefe hinweisen. Eigentlich hatten wir, genauso wie Alvar Freude, einen handfesten rant (wie 2009) erwartet und sind überrascht!
Auch hat Digitale Gesellschaft e.V jetzt ein FAQ veröffentlicht. Unser Text mit unserer Meinung folgt heute!
elcario: re:publica 2011 – Das war nichts! #rp11
Stecki: re:trospektive: re:infall re:publica
DieGoerelebt: re:publica XI – mein rundblickender Rückumschlag
PrinzRupi: re:publica 2011: ein kritisches Fazit
Internetradierer: Re:Publica 2011 – ein re:cap #rp11
PR Doktor: re:publica XI: Warum ich es besser getroffen habe als die Königin und die Außenminister
Drylighting: re:flextion re:publica 2011
Johan: re:move — oder der Versuch einer re:publica-Perspektive
AmyPink: RE:PUBLICA 2011 Orgie der Bedeutungslosigkeit
Kreativbüro: re:sümee XI
BisCulmCom: Re:publica 2011 – Im Norden nichts Neues
Bastian Koch: RE:PLIK – ECHOKAMMER #RP11
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Hier veröffentlichen wir, in willkürlicher Folge (Stand 30.09.11), Suchbegriffe mit denen dieses Blog gefunden wurde.
Die “Rechtschreibung” der Suchbegriffe wird von uns 1:1 übernommen. Auch schön wenn man sich manche der Suchbegriffe in Kombination vorstellt.
Wir wunderen uns, dank PIWIK, über:
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Das Internetangebot ist in der römisch-katholischen Kirche und darüber hinaus starkumstritten. Radio Vatikan sowie die deutsche und die österreichische Bischofskonferenz haben sich von kreuz.net distanziert. Die Brandenburgische Landeszentrale für politische Bildung bezeichnet die Seite als Angebot von rechtsextremen Katholiken im Internet. ]Die im Aufbau einem Blog ähnelnde Internetplattform ist seit Oktober 2004 in Betrieb und erlaubt anonym eingereichte Beiträge.
Thematik
kreuz.net behandelt verschiedene Themenkomplexe und vertritt in Bezug auf diese meist eindeutige Positionen. So unter anderem: Ablehnung der Abtreibung und der Euthanasie, Ablehnung der Homosexualität, Ablehnung des Zweiten Vatikanischen Konzils, Befürwortung des katholischen Traditionalismus, teilweise kritische Berichte über Privatoffenbarungen und neue geistliche Gemeinschaften, Verbreitung von Antisemitismus und Holocaustleugnung (insbesondere unter Berufung auf Richard Williamson) sowie des Kreationismus. Die dabei verwendete Ausdrucksweise wird von Polemik beherrscht.
Anonymität
Ein großer Kritikpunkt ist die faktische Anonymität des Portals. Das Impressum verweist auf eine Adresse in den USA: „Sodalicium for ‘Religion and Information’, 1018 E. Mariposa Ave, El Segundo, CA 90245-3114 U.S.A.“ Die Betreiber von kreuz.net sind anonym und verstehen sich selber als „Initiative einer internationalen privaten Gruppe von Katholiken in Europa und Übersee, die hauptberuflich im kirchlichen Dienst tätig sind. ‘kreuz.net’ akzeptiert ohne Namen eingereichte Informationen und betrachtet es als Ehrensache, die strikte Anonymität seiner Informanten zu wahren. “Diese Anonymität wird von Befürwortern als Schutz vor einer ihrer Ansicht nach in Deutschland bestehenden Einschränkung der Meinungsfreiheit begrüßt; Kritiker sehen darin den Versuch, sich juristischen Konsequenzen zu entziehen (siehe unter Rechtliche Aspekte).
Bis Dezember 2004 wurde im Impressum noch „Prof. P. G. Ferocior“ als Verantwortlicher genannt; ob es sich dabei um ein Pseudonym handelte, ist unbekannt. In jüngeren Aufzeichnungen der Seite (seit Februar 2005) war dieser Name nicht mehr enthalten.
Wegen Verwendung des Hitlergrußes in einem kreuz.net-Artikel von Martin Humer zum Film Popetown hat Google Deutschland diesen Einzelartikel am 10. Januar 2007 aus den Suchergebnissen entfernt.
Im Januar 2008 musste ein Ermittlungsverfahren wegen Volksverhetzung gegen kreuz.net eingestellt werden. Wegen des Hostings in Arizona und des damit verbundenen abschlägig beschiedenen Rechtshilfeersuchens äußerte die Staatsanwaltschaft Berlin: „Im Zuge der Ermittlungen ist es nicht gelungen, einen Tatverdächtigen namhaft zu machen“.
Teile der Website wurden wegen Holocaustleugnung durch die Bundesprüfstelle für jugendgefährdende Medien indiziert und dürfen damit in Deutschland weder offen beworben noch Kindern oder Jugendlichen zugänglich gemacht werden, sind aber weiter frei abrufbar.
[Quelle: wikipedia.de]
]]>Ich war heute im Bundestag, jawoll. Eigentlich wollte ich mir die Fragestunde ansehen, kam dann aber mitten in die “Dioxindebatte“. Die war, ihrem Namen gerecht werdend, auch sehr vergiftet.
Zuerst muss mir mal jemand erklären, warum viele der Bayrischen Abgeordnete so aussehen als seinen sie selber mit Kälbermastmilch aufgezogen worden? Egal, nachdem ich mich auf das bayuwarisch eingefärbte Deutsch(?) eingeroovt hatte, konnte ich der Debatte gespannt folgen.
“Kriminelle Machenschaften” (Ach was?) – “Verstärkte Kontrollen” (Jetzt schon?) – “Einzelfälle” (Na danke auch!). Übriges, Live werden die Erklärungsversuche auch nicht besser.
Nach der Ministerin kamen andere, auch die Gutmenschen die glauben BIO-Landwirtschaft sei das allein seligmachende.
FALSCH! Bio-Eier, Bio-Fleisch enthalten natürlicherweise (lassen Sie sich das auf der Zunge zergehen!) mehr Dioxin als Produkte aus der Massentierhaltung.
Das Problem ist ein anderes. Wie viel sind wir bereit für 10 Eier zu bezahlen? €1.39, €2.49? Da entsteht der Druck auf die Händler und Produzenten!
Zum Schluss zurück zu unserer Google-Ministerin. Ich hätte mir in diesem Fall einen ähnlich vehementen Einsatz für den Verbraucherschutz von Ihr gewünscht wie bei der (vollig hysterischen) Debatte zu Google-Street-View und /oder Facebook. Nur das ist eben nicht so Medienwirksam, gell Frau Aigner ?
Ich hab mir dann noch das Grundgesetz als Taschenbuch (janz schick in silba) mitgenommen. Nachlesen schadet ja nie
Um meine Leser aber mit dem Problem nicht alleine zu lassen – folgt eine zweiteilige Erklärung.
Eine ähnlich ruhige, sachlich fundierte Erklärung wie diese hätte ich mir von der Regierung, namentlich von Fr. Aigner und Ihrem Ministerium erwartet:
Teil I
www.youtube.com/watch?v=5KgLa488USM
Teil II
www.youtube.com/watch?v=umEk2YwXru4
Und wer Fr. Aigner persönlich erreichen will, hier mitmachen.
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Nach dem Willen von Union und FDP, diesmal geäußert vom rechtspolitischen Sprecher der CDU-Fraktion im Brandenburger Landtag, Danny Eichelbaum (16 Jahre DDR-Sozialisation und später noch Referendariat bei Peter-Michael Diestel, was erwartest Du da?), sollen ALG II-Empfänger für Klagen an Sozialgerichten eine generelle Gebühr von 75 Euro zahlen.
Dies begründet er damit, dass 10% bis 20% der Klagen unberechtigt wären, diese sollten so deutlich reduziert werden, um den Sozialgerichten die Arbeit zu erleichtern.
Schon beim überfliegen dieser Aussagen erweist sich die von Herrn Eichelbaum geäußerte Begründung als äußerst unlogisch, denn die Sozialgerichte werden nicht durch die 10% bis 20% der unberechtigten Klagen belastet, sondern durch die 80% bis 90% der erfolgreichen Klagen. Also steckt doch, wie so oft, ein ganz anderer Grund dahinter.
Warum sind eigentlich so viele Klagen erfolgreich?
Da es seit 2005 bei den Leistungsträgern des SGB II (Jobcenter) üblich geworden ist, nach Gutdünken Rechtsbeugung und -missbrauch zu betreiben, indem ALG II-Empfängern die ihnen, lt. Gesetz und höchstrichterlicher Rechtsprechung des Bundessozialgerichtes, zustehenden Leistungen trotz Anspruch vorenthalten bzw. verweigert werden, ist eine Klage für den ALG II-Empfänger oftmals die einzige Möglichkeit, die ihm gesetzlich garantierte und somit zustehende Leistung zu erhalten und somit für ihn überlebensnotwendig.
Was würde nun passieren, würde man diese, von Union und FDP schon lange, sogar in dieser Höhe, geforderte Gebühr einführen?
Die Zahl der unberechtigten Klagen würde sich tatsächlich deutlich verringern, aber ebenso die der berechtigten Klagen, was klar erkennbar das eigentliche Ziel ist. Ginge es tatsächlich darum, die Last der Sozialgerichte zu verringern, wäre dazu eine klare Gesetzgebung erforderlich, wie sie der Sozialgerichtstag schon lange fordert. Tatsächlich geht es jedoch allein darum, die Kosten für die Sozialleistungen, welche die Jobcentern durch die große Zahl der erfolgreichen Klagen an ALG II-Empfänger zahlen müssen, zu verringern. Sozialleistungen, welche den Betroffenen zustehen und oftmals überlebensnotwendig sind.
Für dieses Ziel ist die Gebühr wie geschaffen, denn 75 Euro bedeuten für einen Hartz-IV-Empfänger 19 Tage essen und trinken, und da ein gesunder Mensch bekanntermaßen max. 14 Tage ohne Essen überleben kann, ohne ernsthafte gesundheitliche Schäden oder gar seinen Tod zu riskieren, wäre eine Klage vorm Sozialgericht für jeden ALG II-Empfänger, die aufgrund dessen, für eine gesunde Ernährung bewiesenermaßen unzureichenden Regelsatzes ohnehin mangelernährt sind, zweifelsohne tödlich. Sie/Er wäre lange verhungert, bevor die Klage überhaupt verhandelt würde. Dass diese Gebühr im Fall einer erfolgreichen Klage erstattet würde, ändert daran nichts, denn so lange fehlt das Geld erst mal zur Sicherung der Existenz. ALG II-Empfänger könnten es sich dann einfach finanziell nicht mehr leisten, zu klagen, und die Jobcenter könnten das Geld, was eigentlich den ALG II-Empfänger zusteht, behalten. Genau das ist das Ziel von Union und FDP…..
Ist das eine der Methoden der CDU, die Zahl der Hartz-IV-Empfänger im Jahr 2011 wie geplant zu verringern?
Diese Idee, Hartz-IV-Empfängern so den Zugang zu den Sozialgerichten zu verschließen und damit die meist einzige Möglichkeit, die ihnen zustehenden existenzsichernden Leistungen zu erhalten, besteht seit der Einführung von Hartz IV (was die wahren Gründe für Hartz IV beweist) und wird von Union und FDP immer mal wieder ins Licht der Öffentlichkeit geholt, um durch gezielte Pressemeldungen die Akzeptanz in der breiten Öffentlichkeit zu überprüfen. Sobald diese das widerstandslos hinnimmt, wird zweifelsohne das zugehörige, und sicher der schon fertig formulierte, Gesetzesbeschluss präsentiert und im Parlament durchgewunken.
Es ist äußerst traurig und beschämend für Deutschland, dass Bedürftige, die am untersten Ende der sozialen Scala angekommen sind, massenhaft gegen den Staat wegen laufenden, meist willkürlichen und unverschämten, Betruges um ihnen zustehende Sozialleistungen vorgehen müssen. Denn um nichts Anderes handelt es sich hierbei.
Wenn man sich die Zahl dieser Klagen ansieht, ist das zudem nur der Gipfel des Eisberges, denn die Dunkelziffer derjenigen, die sich nicht wehren, weil sie ihre Rechte nicht kennen, sich nicht trauen, oder einfach mental zu erschöpft sind, ist enorm hoch.
Wer bei all diesen Fakten immer noch von einem Klagephänomen spricht, hat nicht begriffen, dass Hartz IV selbst die Ursache ist, denn nichts anderes hat Hartz IV zum Zweck: Einsparungen an Sozialleistungen auf Teufel komm raus unter bewusster Missachtung aller Rechte Betroffener. Das hätte sich vor 2005 keine Behörde getraut, aber mit Hartz IV haben sie dafür einen Freifahrtschein erhalten [Quelle: HARTZ IV NEWS]
]]>Südafrika droht in vielerlei Hinsicht der unmittelbar bevorstehende Kollaps. Dabei sind Kriminalität, Korruption und die rassistische Quotenregelung Affirmative Action keineswegs die einzigen Gründe für den Zusammenbruch.
Mittlerweile erweist sich Aids als gewaltige Bedrohung für das gesamte südafrikanische Gesundheits-, Sozial- und Wirtschaftssystem. Vor allem der dilettantische Umgang mit der Seuche läßt Böses erahnen.
Das südliche Afrika wird stärker als jede andere Region der Erde von HIV und Aids heimgesucht. Den jüngsten Angaben von UNAIDS zufolge – das vom Bundesministerium für wirtschaftliche Zusammenarbeit und Entwicklung mit Millionenbeträgen unterstützte »Gemeinsame Programm der Vereinten Nationen zur Reduzierung von HIV/AIDS« -, leben zwei Drittel aller mit dem Aids-Virus infizierten Menschen in den Ländern südlich der Sahara.
Die Infektionsraten sind dort im Vergleich zu anderen Gebieten auf der Erde seit Jahrzehnten überdurchschnittlich hoch. Frauen sind auf dem ganzen afrikanischen Kontinent überproportional stark von der Seuche betroffen. In Afrika sind nach jüngsten Schätzungen der Weltgesundheitsorganisation (WHO) über 26 Millionen Menschen HIV infiziert – und jedes Jahr wächst die Zahl der Infizierten um weitere zwei Millionen. Andere Quellen gehen von deutlich höheren Zahlen aus.[weiterlesen bei Dr. Klaus Nordbuch]
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Für seinen Einsatz für die Schwulenbewegung und für sein Engagement in der Münchner Aidshilfe wurde Guido Vael mit der Medaille "München leuchtet" in Silber geehrt.
Oberbürgermeister Christian Ude überreichte dem 62-Jährigen die Medaille im Rathaus. "Sie sind Gründungsvater der Münchner Aidshilfe und ein Protagonist der Münchner Schwulen-Community" sagte Ude in seiner Laudatio. Bereits in den 70er Jahren, als Schwule in noch stärkerem Maß als heute gegen Ausgrenzung, Diskriminierung und Vorurteile zu kämpfen gehabt hätten, habe sich Vael besonders couragiert für die Belange Homosexueller eingesetzt.
Als Anfang der 80er Jahre das Aufkommen der Immunschwächekrankheit Aids viele Ängste hervorrief, sei es ihm neben menschlichem Beistand für die Betroffenen auch um gesellschaftliche Aufklärung und Antidiskriminierung gegangen. OB Ude: "Sie haben sich mit Ihrer Arbeit nicht nur um die Schwulen-Szene verdient gemacht, sondern auch um das politische und gesellschaftliche Klima in München. Ich gratuliere Ihnen zu dem langen Atem, den Sie bewiesen haben und wünsche Ihnen weiterhin so viel Ausdauer."
Vael, der in Belgien geboren wurde, kam 1977 nach München und wurde als Vorstand im Verein für Sexuelle Gleichberechtigung (VSG) aktiv. Zusammen mit Vertretern anderer Organisationen gründete er 1984 die Münchner Aids-Hilfe, deren Vorstand er bis 1989 angehörte. Die Münchner Aids- Hilfe war damals die bundesweit erste regionale Aids-Hilfe. Zudem vertrat Vael die nach und nach entstandenen bayerischen Aids-Hilfen im deutschen Dachverband. 1990 wurde Vael in den Vorstand des Dachverbands Deutsche Aids-Hilfe in Berlin gewählt, dem er bis 1999 angehörte. Vor knapp 14 Jahren baute Vael das Projekt "Prävention" im Verein "Schwules Kommunikations- und Kulturzentrum München" (Sub) auf. Dort leistet er in enger Kooperation mit der Münchner Aids-Hilfe eine szenenahe Vor-Ort-Präventionsarbeit, deren Modell bundesweit Beachtung findet.
Vael bedankte sich für die Ehrung und betonte, dass er sie stellvertretend für viele andere ehrenamtlich Engagierte entgegen nehme, die mit ihm zusammen für die gemeinsamen Ziele gearbeitet hätten. An der Ehrung nahmen auch die Stadträte Thomas Niederbühl (Rosa Liste) und Irene Schmitt (SPD) teil.
]]>Marie liebt Bubi. – Irene erobert Bubi. – Bubi verlässt Marie. – Daisy und Freder haben eine Affäre. – Daisy wirbt um Marie. – Freder verführt Lucy. – Marie liebt Daisy. – Daisy verlässt Marie und bringt sich um. – Freder verbürgerlicht mit Marie. – Sieben junge Menschen sind auf der Suche nach sich selbst. Im Leben und in der Erotik wurden einige Erfahrungen gesammelt; dabei ist manche Illusion zerronnen. Was die jungen Leute kennzeichnet sind Altklugheit und Ahnungslosigkeit, Draufgängertum und Resignation, Treiben und Getriebenwerden…
"Krankheit der Jugend" basiert auf dem gleichnamigen Theaterstück des Österreichers Ferdinand Bruckner aus den 20er Jahren. Während eines mehrwöchigen Workshops, der unter der Leitung von Dieter Berner im vergangenen Sommer stattfand, entwickelten die Schauspielstudenten auf Improvisationsbasis adäquate Gegenwartsfiguren und Szenen. Die Ergebnisse wurden von Berner und der Drehbuchautorin Hilde Berger zu einem Drehbuch verfasst. Auch andere Studenten der HFF „Konrad Wolf“ werden mit dem Film ihren Abschluss machen.
Ich kann nur sagen, es macht wirklich sehr viel Spaß und es wir ein wunderbarer Film.
Mehr dazu später.
]]>von Bündnis Freiheit für Vielfalt, Bremen via oliverritter.wordpress.com
Schwuler König von Deutschland gesucht
Somit geht der Preis für die schlimmste Headline – Platz I zum ersten mal an queer.de.
Rio Reiser dreht sich gerade 3 mal im Grab um…
Und was es alles gibt:
Auf den Sieger warten nicht nur tolle Preise, viel Anerkennung und die Chance, ganz groß im Rampenlicht der Öffentlichkeit zu stehen. Denn der hier gewählte Mister Gay nimmt als deutscher Repräsentant automatisch an der Wahl zum Mister Gay International in San Francisco teil. Dort gilt es, die bisher beste deutsche Platzierung mit Platz 3 zu toppen. Und vielleicht winkt eine steile Karriere als Model, Moderator oder Schauspieler.
Uihhh…SUPER!!!
"Mit ihrer jeweiligen Wahl haben die letzten Schärpenträger Suat Bahceci, Ibrahim Hannina und Jackson Netto gezeigt, dass Schwule nicht den gängigen Klischeevorstellungen entsprechen (Und wodurch gewinnen die Teilnehmer????) müssen, sondern sich neben Körperbewusstsein über Intelligenz, Kreativität, Toleranz und gesunden Menschenverstand definieren und somit einen bedeutenden Beitrag für die Community leisten", so Veranstalter Thomas Kämpfe von der PayGay GmbH.
Na, da ist der Name des Veranstalters doch auch das Programm!
Der gesunde Menschenverstand hat mich zu diesem Artikel bewogen…
Und hier der einzige der die Worte “König von Deutschland” in den Mund nehmen darf:
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