Zur jetzt schon legendären re::publica11 #Tassebier, hier ein schöner Bericht der Veranstalter: Straßensperrung, Polizeieinsatz, Trending Topic: #Tassebier. Wir waren auch anwesend und danken Euch für den tollen Abend!
Als erstes was Unterhaltsames.
Für alle, die Gunter Dueck auf der re:publica 11 verpasst haben, hier sein Vortrag. Harte Wahrheit charmant verpackt.
Natürlich darf hier der sprechende Irokesenhaarschnitt nicht fehlen
www.youtube.com/watch?v=sXSrpGr0wDU
Nach dem unser Bericht aber länger als geplant wird, hier ein “Inhaltsverzeichnis”
1. Netzanbindung oder LTE für alle (pb)
2.1 Programm – Speaker (pb) – Ihr verlogene Bande
2.2 Ich muss noch mal zurück zu 2.2 – Frl. Tessa (vl)
4. Die Besucher oder, “Ich bin jetzt mal anstrengend” (vl) (inklusive “Bändchen-rant)
5.0 Und jetzt auch noch 2.3 Feminismus (vl/m)
6. Die Digitale Gesellschaft vs. Digitale Gesellschaft e.V
So, jetzt gehts los:
Vorbemerkung
Da @palisadesberlin dieses Jahr das Glück hatte als Volunteer bei der rp11 mitzuhelfen, werden wir einige Dinge aus der “Innensicht” berichten können und haben auf andere einen zweiten Blick.
Auch wir waren mit einigen “Umständen” bei der re:publica11 nicht wirklich zufrieden. Aber! nach dem unsere Timelines heute voll sind mit kritischen Bemerkungen, bis hin zum vollen rant werden wir uns erst mal mit ein paar kritischen Anmerkungen zur Kritik befassen.
Und nein, man kann sich die re:publica NICHT sparen! Sie ist wichtig! Man sollte nur über die Inhalte, Ziele “reden” Vielleicht fällt den Machern zur rp12 etwas neues ein. Neues wurde am meisten vermisst…wenn ich meine Timeline so lese.
1. Netzanbindung oder LTE für alle (pb)
In guter Tradition der letzten Jahre war auch dieses Mal die Netzanbindung auf der rp11, gelinde gesagt, eine Katastrophe. Und auch wir waren manchmal froh in der Volunteer-Lounge zu sitzen (HDSPA!!!) oder einen der raren Plätze am guten alten Kabel zu ergattern.
Ich lese immer wieder “Es muss doch möglich sein für 3000 (wohl eher 2000?) Leute ein WLAN hinzukriegen”. Und hier liegt auch schon der erste Denk- und Rechenfehler! Mit wie vielen Geräten hast Du denn im Friedrichstadtpalast versucht online zu gehen? Zwei? drei? Da sind wir also schon bei, naja je nach dem, 4000-6000 WLAN suchenden Geräten! Wieso die IP-Adressen für 24 Stunden vergeben wurden bleibt wohl ein Geheimnis des/der Admins.
Das gilt natürlich im Umkehrschluss genauso für die Mobilfunkverbindungen. Bei denen kommt erschwerend hinzu, der Konferenzort liegt nicht mal eben auf der grünen Wiese, sondern in einem sehr dicht besiedelten Teil von Berlin mit vielen, vielen Firmen, Hotels und Mitmenschen.
Fazit: Ja das war nicht schön. Es ist ja charmant zu versuchen das in Eigenregie hinzukriegen! Aber, die Frage bleibt…muss / sollte man sich nicht einfach einen Technikdienstleister als Partner oder Sponsor an Bord holen? Wir hoffen die Organisatoren denken darüber nach und wünschen uns für die rp12 LTE für alle!!! (pb)
2. Programm – Speaker (pb)
Anfangs war ich ja amüsiert das mein “alter Chef von razorfish” Philipp Schäfer die Keynote halten soll. Long time no see. Was ich dann zu hören bekam war…naja nix neues. Vieles davon hat mich an die “Philosophie” von razorfisch erinnert und das ist jetzt auch schon 15 Jahre her. Ich denke da wäre Gunter Duek (siehe oben) eine bessere Wahl gewesen.
Besonders geärgert hat uns, da wir mit diesem Blog in der closed Beta von hatr.org sind, das dieser Vortrag (Shitstorm? You can do it!) in den, gefühlt, kleinsten Raum der Kalkscheune verbannt wurde. So amüsant die Ausführungen von Sascha Lobo zum Thema Trolle am selben Tag, abends im Friedrichstadtpalast auch waren – hier geht es ernsthaft zur Sache, mit einer Idee die so einmalig wie gut ist. Es war kein Reinkommen. Ich hätte gerne das ein oder andere gefragt! Wie übrigens ca. 100 andere Menschen auch.
Also gut zurück in den Palast, Da wurde mein Ärger noch größer. Ich möchte Gabriella Coleman nicht zu nahe treten…Aber das waren Allgemeinplätze zum Thema Anonymous. Eine pure Verschwendung von Zeit.
Über Gunter Dueck muss ich nicht mehr viel sagen. Das Video seiner Ausführungen macht die Runde (siehe oben). Der Mann kommt als Professor mit dem Habitus eines Grundschullehrers daher. Dabei sollte man sich immer ins Gedächtnis rufen das der Mann CTO bei IBM ist! Was er da so amüsant, wie gekonnt “verpackt” ist eine harte Wahrheit!
2.1 Programm – Speaker (pb) – Ihr verlogene Bande
Nach dem die Themen über/für Blogs/Blogger sich mir auf der #rp11 nicht immer erschlossen haben (mag an meiner eigenen intellektuellen Unzulänglichkeit liegen) freute ich mich auf Blogger_innen im Gespräch. Zu Recht! Philip Banse führte angenehm unaufgeregt und intelligent durch die Runde. Auch wenn das bei Gästen wie dem Betreiber von nerdcore, nicht sehr einfach ist. Eigentlich hatte René Walter NICHTS zu sagen, außer: Abmahnung ist Scheisse, interessiert mich nicht, ich bin so pseudo-cool, ihr könnt mich alle. Danke auch!
Dann kam Julia Probst, gehörlos von Geburt an und leidenschaftliche Bloggerin, bekannt für den Ableseservice während der Fußball-WM 2010, bei der die Lippenleserin Aussprüche von Spielern, Trainern und Schiedsrichtern. So charmant, so mitreißend, da konnte sich manch “sprechender” etwas abschneiden. Ganz groß war Ihre Erklärung zu den Namen von Politikern in Gebärdensprache. Aber auch, und das war ein ganz seltener Moment bei dieser rp11 – konkrete Forderungen an die Gesellschaft und Politik! Danke dafür.
Das uninspirierte, nichtssagende Gespräch mit Katrin Rönicke lasse ich außen vor.
Und dann, der Star von #jan25 Richard Gutjahr! Wurde bejubelt! Nicht das wir uns falsch verstehen. Ich mag Ihn und ich finde das was er getan hat extrem mutig – und sagen wir mal “ganz weit vorne”
Ich meine Euch/mich/uns! Was war da für ein Hype auf Twitter um #jan25. Alles überschlug sich mit neusten Meldungen, Hilferufen usw. Alle jubeln Gutjahr zu…Applaus…
Und dann spricht später Noha Atef eine mutige, charmante, eloquente Frau über die “Revolution” in Ägypten – die wir alle vom sicheren heimischen Rechner aus begleitet haben. Auch Sie sagt uns unangenehme Wahrheiten “This was not a Facebook revolution, this was a revolution of the people”
Und der große Saal des Friedrichstadtpalastes ist halb leer! Was sind wir doch für eine verlogene Bande! Wir bejubeln die Boten, on- wie offline, die Akteure werden fast ignoriert. Die Karawane zieht weiter….
Fazit: Liebes re:publica Team…Es war zu viel, es war, manchmal zu beliebig und banal. Nie war der Spruch “Weniger ist mehr” treffender als für das Programm der rp11.
Einen schönen Text dazu habe ich bei drylightning.de gefunden. Auch kreativbuero.de hat eine lesenswerte Analyse.
Mitten in Berlin, schön! Über das Thema Kalkscheune ist genug ge-Twittert worden, wobei der Sicherheitsaspekt für uns noch vor “ich komm da net rein” rangiert. Aber auch hier, liebe Veranstalter, liegt es an der Auswahl der RednerInnen/Ort. Das war in diesem Jahr “suboptimal”
Vielleicht wäre es ja eine Idee über Interessen zu Themen abstimmen zu lassen? Im Vorfeld…Merke wenn alle beteiligt waren gibt es keinen “Schuldigen”
Zugegeben der FSP ist schon eine “geile” Location…nur wenn diese die Anforderungen nicht mehr erfüllt….Wir sind hier in Berlin, es muss doch Ausweichmöglichkeiten geben.
Wie wir aber aus gut unterrichteter Quelle wissen hat die Suche bereits begonnen!
UPDATE 18.04.11/14:45:
4. Die Besucher oder, “Ich bin jetzt mal anstrengend” (vl)
Ich dachte immer Hämorrhoiden sind lästig und schmerzhaft. Nein, ich habe dazu gelernt. Stoffbändchen sind es auch!
Also meine lieben Internetfreunde – auch wenn ihr es mit der Haptik nicht so habt (#hach das gefällt mir) KRIEGT EUCH WIEDER EIN! Aber nun mal von vorne.
Als “Eintrittskarte” zur rp11 wurden diesmal kleine Stoffbändchen mit Arretierung verteilt. Das scheint einige von Euch ja vor nicht geahnte Probleme zu stellen! Es gab sogar einen how-to-bändchen-removal Blogeintrag mit schematischen Darstellungen (Sonst hast Du aber keine Probleme?)
Da mich das dumme Bändchen außerhalb der Veranstaltung nur behindert (Duschen, Toilettengänge, überall….),
Ich mach mir jetzt mal kein Kopfkino mit dem “Toilettengang”. HABT IHR SIE NOCH ALLE?
<rant> Ihr legt doch beim ficken auch ein Handtuch unter, oder? Und wie tief steckst du dir dein Hand in den Arsch damit das Band dich behindert? Auch “es kratzt mich beim duschen” finde ich…komisch…wo, kratzt es denn?</rant> Hach jetzt soll (pb) weiterschreiben!
Fazit: Vorschlag an die Veranstalter: Nächstes Jahr bekommen alle Ihr Bändchen ins Ohr “getackert” – wie ein Steiff-Teddy.
Auch auf so absurde Forderungen wie “3-Tage-Vollverpflegung” (am besten noch für ein €55 Ticket) oder “wieso Vorträge in Englisch?” gehen wir hier gar nicht weiter ein. Mensch Leute denkt doch mal nach!
Zur persönlichen Programmplanung stand im Vorfeld der “personalisierbare Session Plan” für alle gängigen (elektronischen) Kalenderformate online. Da Mann/Frau wegen der oben beschriebenen Übeberbelegung manchmal spontan umplanen musste gab es ja die gedruckten (Haptik rules!) Tagespläne…Nur, nicht jedem waren alle Sprecher und deren Background bekannt. Eine einfache, man kann das sicher noch smarter lösen, Hilfe (vorab zum Download) wäre so etwas gewesen Sessions _ re_publica 1.pdf. Aber nachdem nächstes Jahr der Netzzugang sicher nichts zu wünschen übrig lässt…
Und dann die Tickets! Also liebe Internetfreunde, zuerst ist es KEIN Problem sich ein Ticket auszudrucken, oder? Aber auch hier ist uns aufgefallen, die amadio-Tickets trugen einen Barcode UND einen QR-Code (den hätte man von jeder Device scannen können). Leider waren bei den Einlass-Countern aber nur Barcode-Scanner angeschlossen bzw. installiert. Wenn auch nur eine Petitesse. Aber das sind vermeidbare “Hindernisse.
Ich muss noch mal zurück zu 2.2 – Frl. Tessa (vl)
girlism? What’s happening? Love ? Ich hatte mich sehr gefreut auf Teresa Bücker, Nadine Lantzsch und Eva Horn. Was dann kam war “nicht lustig” im amerikanischen gibt es einen schönen Begriff dafür “too can”. Es lag sicher auch an der mangelnden Mitwirkung der Anwesenden – aber liebe Frauen…das üben wir noch mal, gell! Da nützt auch keine pseudo-Twitter-Prominenz – lame is lame!
5.0 Und jetzt auch noch 2.3 Feminismus (vl/m)
Sind Frauen unterrepräsentiert? NEIN! Blogs oder Internetangebote von Frauen müssen nicht explizit “gefördert” werden! Ich hatte das Vergnügen mit einer tollen Frau als Volunteer zusammen zu arbeiten. Eigentlich Rechtsanwältin, Copyright, jetzt NGO’s. Charmant, direkt, wissend.
Anerkennung durch klare Definition der Kompetenz! Und keine Frauenquote!
Ich kann es euch daher nicht ersparen eine kleine Satire zu bringen. Wer so einen offensiven Titel wählt hat es nicht besser verdient. How Feminist Digital Activism Is Like the Clitoris wo sind wir? in den 70’ern??? da hat uns das Anny Sprikle schon besser erklärt:
www.youtube.com/watch?v=ZZS_ItWQecc
6. Die Digitale Gesellschaft vs. Digitale Gesellschaft e.V
Zuerst möchten wir auf einen sehr ausgewogenen Text von Fefe hinweisen. Eigentlich hatten wir, genauso wie Alvar Freude, einen handfesten rant (wie 2009) erwartet und sind überrascht!
Auch hat Digitale Gesellschaft e.V jetzt ein FAQ veröffentlicht. Unser Text mit unserer Meinung folgt heute!
elcario: re:publica 2011 – Das war nichts! #rp11
Stecki: re:trospektive: re:infall re:publica
DieGoerelebt: re:publica XI – mein rundblickender Rückumschlag
PrinzRupi: re:publica 2011: ein kritisches Fazit
Internetradierer: Re:Publica 2011 – ein re:cap #rp11
PR Doktor: re:publica XI: Warum ich es besser getroffen habe als die Königin und die Außenminister
Drylighting: re:flextion re:publica 2011
Johan: re:move — oder der Versuch einer re:publica-Perspektive
AmyPink: RE:PUBLICA 2011 Orgie der Bedeutungslosigkeit
Kreativbüro: re:sümee XI
BisCulmCom: Re:publica 2011 – Im Norden nichts Neues
Bastian Koch: RE:PLIK – ECHOKAMMER #RP11
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Jacob-Sisters – das ist ein Familienunternehmen. Die Eltern besaßen einen Gasthof in Sachsen. Da gab es auch für die Schwestern immer genug zu tun. Gesungen wurde dabei natürlich auch immer. Ob beim Kartoffel schälen mit der Mutter, oder untereinander: Ein Liedchen hatten sie immer auf den Lippen. Im zarten Durchschnittsalter von sechs Jahren starteten die Schwestern dann als “Schmannewitzer Heidelerchen” ihre Karriere. Kurz vorm Mauerbau verließen sie aber die DDR. 1963 feierten sie im “Blauen Bock” ihren ersten TV-Auftritt. Von 1964 bis 1967 traten sie sogar in Las Vegas auf. Bis zu seinem Tod vor einigen Jahren managte Vater Erich Jacob seine erfolgreichen Töchter. Mit Hits wie: “Schenk mir einen Gartenzwerg” besitzen die Jacob-Sisters heute Kultstatus.
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Das war noch Fernsehunterhaltung!
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