palisadesberlin der tägliche wahnsinn

1Dec/093

Sonntags bleiben die Läden zu

Die vier verkaufsoffenen Adventssonntage in Berlin sind unzulässig. Sie verstoßen gegen den Sonntagsschutz des Grundgesetzes, wie das Bundesverfassungsgericht in einem am Dienstag in Karlsruhe verkündeten Urteil entschied. Bis zum Jahresende dürfen die Berliner Geschäfte an den Sonntagen allerdings noch geöffnet bleiben.

Zur Begründung hieß es, Sonn- und Feiertage seien als "Tage der Arbeitsruhe" aus religiösen Gründen, aber auch zur persönlichen Erholung der Arbeitnehmer und ihrer Teilhabe am sozialen Leben geschützt.

Die Karlsruher Richter gehen allerdings mit ihrem Beschluss weit über Berlin hinaus. Sie billigen den Deutschen mit ihrer Entscheidung eine Art Grundrecht auf den Sonntag zu. Nach dem sogenannten Weimarer Kirchenartikel 139, der aus der Reichsverfassung von 1919 ins Grundgesetz übernommen worden war, sind Sonntage grundsätzlich Tage der Arbeitsruhe und der „seelischen Erhebung“.

Na da bin ich aber froh!  Der Staat kümmert sich um die "persönlichen Erholung der Arbeitnehmer" und weiß genau was ich brauche um mich "seelisch zu erheben".

Danke Staat, danke Kirche, danke Gewerkschaften.

Die lieben Gewerkschaften sollten besser um angemessene (Sonntags-)Zuschläge für all die Berufsgruppen, die an Wochenenden arbeiten müssen, (ja müssen die denn jetzt überhaupt noch?) kämpfen. Die Kirchen sollen bitte ihr Personal z.B. in Sozialstationen erst mal nach Tarif bezahlen und sich aus meinem Privatleben heraus halten.

skorpionstich hat auch einen sehr schönen Artikel dazu geschrieben:  Die Kirche hetzt ihren Schäfchen den Staat auf den Hals

veröffentlicht unter: Alles, Berlin, Ohne Worte, Politik 3 Kommentare
13Nov/090

Katholische Kirche erpresst Stadtrat von Washington

WASHINGTON, D.C., USA. Die katholische Kirche setzt D.C. ein Ultimatum und nennt die Gesetzesvorlage für gleichgeschlechtliche Ehe eine Bedrohung für Verträge über soziale Dienste.

wuerlAtLectern-300w

Donald W. Wuerl Erzbischof von Washington.

Die katholische Erzdiözese in Washington sagte am Mittwoch, sie sei nicht in der Lage, die sozialen Dienstleistungsprogramme fortzuführen, die sie für den Distrikt betreibt, wenn die Stadt nicht ein geplantes Gesetz zur gleichgeschlechtlichen Ehe ändere – eine Drohung, die Zehntausende Menschen betreffen könnte, denen die Kirche mit Adoption, Obdachlosigkeit und Gesundheitsversorgung hilft.

Nach der Gesetzesvorlage, über die im kommenden Monat im Stadtrat von D.C. abgestimmt werden soll, würde von religiösen Organisationen nicht verlangt, dass sie gleichgeschlechtliche Ehen durchführen oder dafür Raum zur Verfügung stellen. Aber sie müssten die kommunalen Gesetze befolgen, die die Diskriminierung gegenüber schwulen Männern und lesbischen Frauen verbieten. (...)

„Wenn die Stadt das verlangt, können wir das nicht tun“, sagte Susan Gibbs, Sprecherin der Erzdiözese am Mittwoch. „Die Stadt sagt, um soziale Dienste anzubieten, müsst ihr säkular sein. Für uns ist das wirklich ein Problem.“

Mehrere Stadtratsmitglieder von D.C. meinten, die katholische Kirche versuche, die schon lange bestehenden kommunalen Gesetze auszuhöhlen, die homosexuelle Männer und Frauen vor Diskriminierung schützen. (...)

Der Einfluss der Kirche scheint begrenzt. In getrennten Interviews gaben verschiedene Stadtratsmitglieder an, die Kirche verhalte sich „ein wenig kindisch“ oder ein anderer sagte, er würde eher die Beziehung zwischen der Stadt und der Kirche beenden als  deren Forderungen nachzugeben. (...)

via hpd

10Nov/090

MINISTER HEIRATET SEINEN MANN

bryantNein, nicht Guido Westerwelle.
Der britische Europaminister Chris Bryant heiratet seinen Freund Jared Cranney. Er hatte ihn vor einem Jahr im Wahlkampf kennengelernt.

Geplant ist die Zeremonie im englischen Parlament. Heterosexuellen Mitgliedern des Parlaments sind solche Heiraten an ihrem Arbeitsplatz erlaubt. Das Paar hat beantragt, dass dies nun auch für Lebenspartnerschaften möglich sein soll. Die Kirchenkapelle wird allerdings nicht zur Verfügung stehen, da die Anglikanische Kirche gleichgeschlechtliche Partnerschaften bisher nicht als Heirat anerkennt.

veröffentlicht unter: Alles, Fundstück, Politik, Schwul keine Kommentare
5Nov/092

Warum Heterosexualität einfach besser ist

Folgenden interessante Blogeintrag habe ich bei GayWest gefunden:

Okay, ich hab mich breitschlagen lassen. Die Ex-Gay-Bewegung hat doch recht. Der schwule Lebensstil ist nichts, was den Menschen glücklich machen kann. Gott will nicht, dass wir schwul leben. Jeder “Schwule” und jede “Lesbe” kann ein glückliches, erfülltes heterosexuelles Leben führen. Jeder.

Derrick und Jenny, beides ehemalige “Homosexuelle”, beweisen es:

veröffentlicht unter: Alles, Heterowelten, Netz, Schwul 2 Kommentare
4Nov/090

Spanien: Zoff wegen Kalender mit homosexuellen Jungfrauen-Ikonographien

KalenderNatürlich muss sich die katholische Kirche über das maßlos aufregen, was eine Vereinigung von Schwulen und Transsexuellen in der spanischen Hauptstadt Madrid nun auf den Markt bringen – einen Kalender mit stilisierten homosexuellen Jungfrauen-Ikonographien. Zu sehen sind z.B. eine schwarze, lesbische Madonna mit Diskokugel, nackte Transsexuelle mit Heiligenschein und vieles mehr.

In höchstem Maße säkular soll der neue Kalender der Schwulenszene daherkommen. Die katholische Kirche findet ihn in höchstem Maße beleidigend und spricht gar von einer "pinken Inquisition". Nicht unbedingt zu verwundern sind solche Reaktionen von einer in höchstem Maße konservativen Organisation wie der katholischen Kirche natürlich.

Wenn muskulöse Hirten mit Tätowierungen halbnackt und in homosexueller Pose dargestellt werden, barbusige Marien und mit Kreuzen behangene Heilige von entblößten Männern angebetet werden, dann kann das einem strengen Katholiken schon einmal mächtig aufstoßen... Dabei verfolgen die Macher des Kalenders auch eine klare politische Botschaft mit dem anstößigen Bildmaterial.

Hier zum Kalender

30Oct/090

Barack Herta Sarrazin und das dumme Volk

Matthias Schumacher schreibt in seinem Blog Die Erklärung:

Welch eine Zeit!

Da geht der Literaturnobelpreis an eine Frau namens Herta Müller, die unbekannter nicht hätte sein können, der Friedensnobelpreis an den ersten schwarzen Präsidenten der USA und Anzeigen wegen Volksverhetzung an Thilo Sarrazin. Nun, nicht jeder bekommt das, was er verdient.

Volk_kleinWie ähnlich sie sich doch sind! Alle drei leben mehr vom Wort als von der Tat, zumindest haben sie dem Wort ihren Ruhm zu verdanken. Sobald das Wort die Macht hat, stößt es die Tat vom Thron. Wer schön redet, ist vom Handeln befreit.

Wer gehört werden will, muß immer wieder nachlegen, Menschen binden und finden. Hierfür eignet sich am besten das gemeine Volk.

Aber wo ist dieses Volk?

Das Volk sitzt als NPD-Mitglied in Rechtsanwaltskanzleien oder auf Bordsteinkanten vor Dorftankstellen, es lümmelt frustzerfressen im Jobcenter, es steht als SPD-Wähler bei Opel am Fließband und hockt als Öko-Aktivistin (in Jute gehüllt) auf Plastikstühlen eines Gorlebener Eiscafés, es lungert unpolitisch in Prenzlau und Gelsenkirchen herum und

...weiterlesen bei Die Erklärung

veröffentlicht unter: Alles, Berlin, Netz, Politik keine Kommentare
20Feb/093

Erschießen wir die "lahmen Gäule”?

"Die Erhöhung von Hartz IV war ein Anschub für die Tabak- und Spirituosenindustrie."

Zu diesem geistlosen “Ausfall” des Philipp Mißfelder, CDU-Präsidiumsmitglied und Chef der Jungen Union (JU), kam es während eines Frühschoppens (er sollte mal nachlesen wie der Brauch des Frühschoppens entstanden ist. Da gingen die Männer aus der kath. Messe, um sich einen zu kippen, weil sie keine Lust auf die gehaltene Predigt hatten! Um dann bei der, ach so wichtigen Kommunion, wieder besoffen, anwesend zu sein) im westfälischen Haltern, Hotel Himmelmann.

Mißfelder bestätigte inzwischen den Bericht der "Ruhr Nachrichten" - und relativierte seine umstrittenen Äußerungen. "Es geht nicht um eine Herabsetzung von Hartz-IV-Empfängern, die häufig unverschuldet in ihre Lebenssituation geraten sind", sagte er. Ihm gehe es darum, "dass das Geld bei den Kindern ankommt. Und da habe ich große Zweifel, ob die Unterstützung zielgenau ist".

Ja, genau, die Kinder. Netter Versuch!

20Feb/092

Erschießen wir die "lahmen Gäule”?

"Die Erhöhung von Hartz IV war ein Anschub für die Tabak- und Spirituosenindustrie."

Zu diesem geistlosen “Ausfall” des Philipp Mißfelder, CDU-Präsidiumsmitglied und Chef der Jungen Union (JU), kam es während eines Frühschoppens (er sollte mal nachlesen wie der Brauch des Frühschoppens entstanden ist. Da gingen die Männer aus der kath. Messe, um sich einen zu kippen, weil sie keine Lust auf die gehaltene Predigt hatten! Um dann bei der, ach so wichtigen Kommunion, wieder besoffen, anwesend zu sein) im westfälischen Haltern, Hotel Himmelmann.

Mißfelder bestätigte inzwischen den Bericht der "Ruhr Nachrichten" - und relativierte seine umstrittenen Äußerungen. "Es geht nicht um eine Herabsetzung von Hartz-IV-Empfängern, die häufig unverschuldet in ihre Lebenssituation geraten sind", sagte er. Ihm gehe es darum, "dass das Geld bei den Kindern ankommt. Und da habe ich große Zweifel, ob die Unterstützung zielgenau ist".

Ja, genau, die Kinder. Netter Versuch!

16Feb/091

Wagner verzichtet auf Amt des Weihbischofs

Gerhard Maria Wagner Freiwilliger Rückzug nach massiven Protesten und vielen Kirchenaustritten: Priester Gerhard Maria Wagner hat den Vatikan gebeten, seine Ernennung zum Weihbischof zurückzunehmen. Der Österreicher hatte Homosexualität als Krankheit und Naturkatastrophen als Strafe Gottes bezeichnet.

Entscheidung aus freien Stücken
Der Rückzieher erfolgte einen Tag vor einer Krisensitzung der Bischofskonferenz. "Angesichts der heftigen Kritik bin ich im Gebet und nach Rücksprache mit dem Diözesanbischof zu dem Entschluss gekommen, den Heiligen Vater in Rom um Rücknahme meiner Ernennung zum Weihbischof von Linz zu bitten", hieß es in einer von der Diözese Linz veröffentlichten Erklärung.

Laut Wagner sei diese Entscheidung aus freien Stücken gefallen. Wie er im ORF-Interview erklärte, habe er von Anfang an den - oft unbarmherzigen und lieblosen - Widerstand gespürt. Er habe sich dann gefragt, was gut für die Kirche ist und habe sich dann gegen das Amt entschieden.

Ja, für lieblose und unbarmherzige Aussagen gibt es den entsprechenden Wiederstand.

13Feb/090

Hallo Herr Wagner, Papst Benedikt, Herr Fischer, Herr Algermissen und Konsorten:

So weit war die katholische Kirche doch schon mal? ca. 1633

bild-92

von Bündnis Freiheit für Vielfalt, Bremen via oliverritter.wordpress.com

9Feb/090

Merkel exkommuniziert Papst

„Papst rehabilitiert Holocaust-Leugner“ so titelten in dieser Woche die deutschen Medien und dieses Thema, das eigentlich eher einen trockenen theologischen Grundsatzdiskurs behandelt, lässt sich sogar so schön „aufsexen“, dass der SPIEGEL es in seiner, am Montag erscheinenden Ausgabe, zum Titelthema auserkoren hat – „Der Entrückte – ein deutscher Papst blamiert die katholische Kirche“.

Auch die Regentin konnte sich der Steilvorlage aus dem Vatikan nicht entziehen und forderte den Papst durch die Blume auf, seine innerkirchlichen Entscheidungen vor ihr zu rechtfertigen – freilich nicht, ohne vorher klarzustellen, dass sie sich in innerkirchliche Entscheidungen nicht einmischen wolle.

Der Papst barfuß im Büßerhemd vorm Kanzleramt? Der SPIEGEL als Gradmesser für theologische Fragen? Das ist natürlich absurd - betrachtet man Ratzingers vermeintlichen Kardinalfehler unvoreingenommen, steht der bayerische Papst nämlich als dialogbereiter Kirchenfürst da und die kritischen Stimmen als Verfechter des Dogmatismus.

Zum Thema Richard Williamson empfehle ich den Artikel bei Der Spiegelfechter aus dem dieser Auszug stammt.

9Feb/090

Dieser Katholizismus ist "abartig"

Der katholische Bischof Heinz Josef Algermissen hat bei einer Fragestunde vor rund 40 Jugendlichen in Künzell-Dietershausen bei Fulda erklärt, dass Homosexualität keine "normale Haltung des Menschen" sei.

Wie eine Vor-Ort-Reportage des Online-Portals "Osthessen News" berichtet, bezeichnete der Bischof Hochzeiten unter Schwulen und Lesben und die Homo-Adoption sogar als "abartig".

Algermissen kritisierte, dass Homosexualität derzeit ein "großes Thema" in der Gesellschaft sei. In der Vergangenheit sei das anders gewesen. "Jetzt outen sie sich nach Strich und Faden", erklärte der 65-Jährige. Zwar billigte er Menschen zu, so veranlagt zu sein; dies verstoße aber dennoch gegen die "Schöpfungsordnung".

Obwohl er die Homo-Ehe und Adoption durch gleichgeschlechtliche Paare als "abartig" ansehe, spreche er sich gegen "Verfolgung und Sanktionen" aus.

Na da bin ich aber Froh!

8Feb/090

Dieser Katholizismus ist heilbar!

Der gerade von Papst Benedikt zum Linzer Weihbischof ernannte Priester Gerhard Maria Wagner hat im österreichischen Nachrichtenmagazin "profil" die Umpolung von Homosexuellen propagiert.

Wagner erklärte auf die Frage, ob Homosexuelle behandelt werden sollen: "Dafür gibt es genügend Beispiele, nur davon spricht man nicht."

Zudem bezeichnete er die österreichische Abtreibungsgesetzgebung als "mörderisch". Diese Aussagen führten zu heftigen Reaktionen von liberalen katholischen Gruppen, die nun eine erhebliche Zunahme der Kirchenaustritte befürchten.

Auch die grüne Nationalratsabgeordnete Ulrike Lunacek erklärte:

"Weihbischof Gerhard Maria Wagner schlägt einem Teil der Gläubigen und bekanntermaßen auch des Klerus direkt ins Gesicht, wenn er die wissenschaftlich und gesellschaftlich völlig unhaltbare Forderung aufstellt, Homosexuelle müssten geheilt werden. Der 'Läuterung' und Behandlung bedürfen nicht Lesben und Schwule, sondern jene, die unheilbar von solchen Vorurteilen infiziert sind"

…weiter bei [queer.de]

Mein Tipp für Hochwürden: Heilen Sie sich selbst!

13Oct/080

Priester gesteht Missbrauch von Jungen

Die Vorwürfe haben sich bestätigt: Ein 71 Jahre alter katholischer Priester hat eingeräumt, in den siebziger Jahren Schüler eines kirchlichen Internats in Bayern sexuell missbraucht zu haben. Er wurde von allen Aufgaben entbunden…[weiter bei www.spiegel.de]

helfen_sie_mit Die gegen einen Pater der Missionare von der Heiligen Familie erhobenen Vorwürfe, Mitte der 1970er Jahre Minderjährige im damaligen Internat des Missionshauses St. Kilian in Lebenhan (Landkreis Rhön-Grabfeld) sexuell missbraucht zu haben, haben sich bestätigt.

Am Samstag, 11. Oktober, teilte die von der Leitung der Ordensprovinz der Missionare von der Heiligen Familie eingesetzte Untersuchungskommission mit, dass sich am Freitagabend, 10. Oktober, ein Opfer gemeldet habe. Der betroffene Mann habe mitgeteilt, dass er und ein anderer Schüler von dem beschuldigten Pater mehrfach sexuell missbraucht worden seien.

Der Ordenspriester hat den mehrfachen sexuellen Missbrauch eingestanden. Er bleibt bis zum Abschluss der kirchenrechtlichen Voruntersuchung von seinen Diensten entpflichtet. Danach werden kirchenrechtliche Schritte gegen den Pater eingeleitet…[weiter]

Auch schön: Vatikan lehnt Botschafter wegen Homosexualität ab

2Oct/080

Vatikan lehnt Botschafter wegen Homosexualität ab

Wie krank ist das bitte?

Und das von der größten transnationalen Schwulenorganisation der Welt.  Ja, ich meine die katholische Kirche! Die übrigens erst mal vor der eigenen Türe kehren sollte!!!

jean-loup-kuhn-delforge_434535_M Frankreich kann den von Staatspräsident Nicolas Sarkozy ausgewählten Botschafter für den Vatikan nicht entsenden, da Papst Benedikt XVI wegen der Homosexualität des Diplomaten sein Veto eingelegt hat. [weiter bei www.queer.de]papst

Extrem lesenswert - die Kommentare der User auf queer.de