palisadesberlin der tägliche wahnsinn

24Nov/090

Hallo Herr Blockwart: Webseite will Priester outen

via queer.de

Unter churchouting.org sollen homosexuelle Priester anonym gemeldet werden. Die Webseite will damit gegen Heuchelei ankämpfen, die Leben kostet.

silence is sinMit dem Slogan "wir bringen das Licht der Wahrheit in die Dunkelheit der Heuchelei" wirbt eine neue Internet-Seite für sich, die für Debatten in der amerikanischen Gesellschaft und in der schwulen Szene führen wird. Denn "ChurchOuting.org" will katholische Priester aus der Erzdiözese der US-Bundeshauptstadt Washington outen.

Die Seite setzt auf anonyme Hinweisgeber, die über die Homosexualität eines Priesters berichten, auch Hinweise auf Affären mit einer Frau sind erwünscht. Ein Outing sei der letzte Schritt, verspricht die Webseite. Wenn eine Geschichte über einen Priester verifiziert sei, werde man sich mit diesem in Verbindung setzen, um ihm zu helfen, die richtigen Entscheidungen zu treffen. Doch wie diese aussehen, wird im Unklaren gelassen. Allerdings werden allgemein Priester gelobt, die sich gegen die schwulenfeindliche Haltung des Vatikans stellen.

Ich finde das Anliegen zwar begrüßenswert, die Methode jedoch sehr gefährlich! Wie generell jede Form von Denunziation oder Blockwart-Mentalität.

Man sollte der bekannten Heuchelei und Verlogenheit der "größten transnationalen Schwulenorganisation der Welt" nicht mit Mitteln begegnen die genauso widerwärtig sind...

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13Nov/090

Katholische Kirche erpresst Stadtrat von Washington

WASHINGTON, D.C., USA. Die katholische Kirche setzt D.C. ein Ultimatum und nennt die Gesetzesvorlage für gleichgeschlechtliche Ehe eine Bedrohung für Verträge über soziale Dienste.

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Donald W. Wuerl Erzbischof von Washington.

Die katholische Erzdiözese in Washington sagte am Mittwoch, sie sei nicht in der Lage, die sozialen Dienstleistungsprogramme fortzuführen, die sie für den Distrikt betreibt, wenn die Stadt nicht ein geplantes Gesetz zur gleichgeschlechtlichen Ehe ändere – eine Drohung, die Zehntausende Menschen betreffen könnte, denen die Kirche mit Adoption, Obdachlosigkeit und Gesundheitsversorgung hilft.

Nach der Gesetzesvorlage, über die im kommenden Monat im Stadtrat von D.C. abgestimmt werden soll, würde von religiösen Organisationen nicht verlangt, dass sie gleichgeschlechtliche Ehen durchführen oder dafür Raum zur Verfügung stellen. Aber sie müssten die kommunalen Gesetze befolgen, die die Diskriminierung gegenüber schwulen Männern und lesbischen Frauen verbieten. (...)

„Wenn die Stadt das verlangt, können wir das nicht tun“, sagte Susan Gibbs, Sprecherin der Erzdiözese am Mittwoch. „Die Stadt sagt, um soziale Dienste anzubieten, müsst ihr säkular sein. Für uns ist das wirklich ein Problem.“

Mehrere Stadtratsmitglieder von D.C. meinten, die katholische Kirche versuche, die schon lange bestehenden kommunalen Gesetze auszuhöhlen, die homosexuelle Männer und Frauen vor Diskriminierung schützen. (...)

Der Einfluss der Kirche scheint begrenzt. In getrennten Interviews gaben verschiedene Stadtratsmitglieder an, die Kirche verhalte sich „ein wenig kindisch“ oder ein anderer sagte, er würde eher die Beziehung zwischen der Stadt und der Kirche beenden als  deren Forderungen nachzugeben. (...)

via hpd

6Nov/091

Woran merken Sie, dass Sie zu viel bei GayRomeo waren….

1.) Sie können sich keine Vornamen mehr merken und sprechen Ihre Freunde nur noch mit "WilligeStute27", "DeckHengst XXL" und "SpermaSilo35" an.

2.) Wenn sie ein Motorradfahrer mit Helm nach dem Weg fragt, wollen Sie zuerst von ihm wissen, ob er auch ein Facepic hat.

3.) Sie rasen wie ein Irrer durch die Stadt, weil Sie glauben, nur weil sie Plus-User sind, können sie im Modus "Unsichtbar" nicht mehr geblitzt werden.

4.) Sie schmeißen Ihren besten Freund aus der Wohnung, weil er einen Satz unter 50 Zeichen von sich gegeben hat.

5.) Als der GayRomeo Server für eine Stunde nicht erreichbar ist, hatten Sie schon fast den Entschluss gefasst, Ihrem Leben ein Ende zu setzen.

6.) Weil Sie ohne Profil gar nicht mehr leben können, verteilen Sie Ausdrucke davon natürlich auch auf der Party Ihrer Hetero-Freunde am Samstag Abend an die geschockten Gäste.

7.) Sie stoppen den Wagen mit dem amtlichen Kennzeichen MA-FF 456 und fragen den irritierten Fahrer, ob er aktiv oder passiv beim Fisten ist.

8.) Als Sie abends "Titanic" auf DVD anschauen wollen, wühlen Sie sich stundenlang durch das Menü, weil Sie den verdammten Pornotext als Untertitel nicht finden können.

9.) Sie haben Ihren Lebenspartner natürlich verlinkt, aber seit sie bei GayRomeo sind, sehen Sie eh nicht mehr von ihm als das kleine Vorschaubild in Ihrem Profil.

10.) In der Szene-Disse kommen Sie gar nicht mehr klar und verlangen den Geschäftsführer, der Ihnen erklären soll wie man hier ne Detail-Suchabfrage starten kann: Ihr Wunschdate ist aktiv, 28-36 Jahre alt, hat schwarze Haare und blaue Augen, xxl Schwanz, kommt aus ihrem Heimatdorf und mags auch gern versaut in derben Leder . Anschließend verlangen Sie Ihr Geld zurück.

(aus einem Userprofil bei GayRomeo)

Schwule Profiltexte und was sie wirklich bedeuten!

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4Nov/090

Spanien: Zoff wegen Kalender mit homosexuellen Jungfrauen-Ikonographien

KalenderNatürlich muss sich die katholische Kirche über das maßlos aufregen, was eine Vereinigung von Schwulen und Transsexuellen in der spanischen Hauptstadt Madrid nun auf den Markt bringen – einen Kalender mit stilisierten homosexuellen Jungfrauen-Ikonographien. Zu sehen sind z.B. eine schwarze, lesbische Madonna mit Diskokugel, nackte Transsexuelle mit Heiligenschein und vieles mehr.

In höchstem Maße säkular soll der neue Kalender der Schwulenszene daherkommen. Die katholische Kirche findet ihn in höchstem Maße beleidigend und spricht gar von einer "pinken Inquisition". Nicht unbedingt zu verwundern sind solche Reaktionen von einer in höchstem Maße konservativen Organisation wie der katholischen Kirche natürlich.

Wenn muskulöse Hirten mit Tätowierungen halbnackt und in homosexueller Pose dargestellt werden, barbusige Marien und mit Kreuzen behangene Heilige von entblößten Männern angebetet werden, dann kann das einem strengen Katholiken schon einmal mächtig aufstoßen... Dabei verfolgen die Macher des Kalenders auch eine klare politische Botschaft mit dem anstößigen Bildmaterial.

Hier zum Kalender

3Nov/091

«Ich hasse Schwule, das tue ich wirklich»

die netzzeitung schreibt:

Fußball-Torwart wegen Schwulenhetze entlassen:

arkadiusz-onyszko3Am Montag stellte Arkadiusz Onyszko seine Biografie «Fucking Polak» vor. Wenige Stunden später setzte ihn ein dänische Erstligist vor die Tür. Die letzten Schlagzeilen machte der polnische Torwart, nachdem er seine Frau schwer misshandelt ahtte.

Schwulenfeindliche Sprüche in einem Buch haben den polnischen Profi-Torhüter Arkadiusz Onyszko (35) seinen Job in Dänemark gekostet. Wie der Erstliga-Klub FC Midtjylland am Montag in Herning mitteilte, wurde dem Keeper fristlos gekündigt.

Onyszko hatte in dem am selben Tag über sein Leben erschienenen Buch «Fucking Polak» geschrieben: «Ich hasse Schwule, das tue ich wirklich.» Er nannte Homosexuelle auch «zum Kotzen». Das sei mit den Grundwerten des Vereins unvereinbar, hieß es in der Mitteilung von Midtjylland.

Sehr schön, das nenne ich mal konsequent reagiert!

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28Oct/090

Geldregen von Golden Girl

Die im April verstorbene Schauspielerin Bea Arthur ("Golden Girls") hat einem Zentrum für junge homosexuelle Obdachlose in New York 300.000 Dollar (200.000 Euro) vererbt.

Das Ali Forney Center bestätigte die Spende: "Wir sind überwältigt vor Dankbarkeit. Bea hat erkannt, dass schwul-lesbische Jugendliche genau so viel Liebe und Unterstützung verdienen wie andere Jugendliche auch", erklärte Carl Siciliano vom Jugendzentrum. weiter bei queer.de

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7Oct/090

Als Muslim habe ich das Recht, nicht gegen Homosexuelle zu spielen…

In Frankreich sorgt die Weigerung eines muslimischen Amateurteams, gegen eine schwule Mannschaft zu spielen, für Aufregung.

Das hauptsächlich aus Einwanderern bestehende Team Créteil Bébel hat ein für letzten Sonntag angesetztes Spiel gegen Paris Foot Gay aus religiösen Gründen abgesagt: "Bitte entschuldigt, aber wegen eures Team-Namens können wir aufgrund der Prinzipien unserer Mannschaft, die aus gläubigen Muslimen besteht, nicht gegen euch spielen", teilte Créteil Bébel dem schwulen Team in einer eMail mit. "Unsere Überzeugungen sind uns wichtiger als ein simples Fußballspiel. Tut mir Leid, dass wir euch so spät darüber informiert haben." Das Spiel sollte im Rahmen eines Amateur-Turnieres stattfinden.

weiterlesen bei queer.de

9Sep/091

SCHWUL SPIELEN? KEIN PROBLEM!

0290x0387 Nachdem in den RTL-Soaps anscheinend “die schwule Zielgruppe” entdeckt wurde, lavieren sich die Protagonisten bei GZSZ derzeit (zumindest optisch) durch einen feuchten Pupertätstraum in der Bildsprache von Cadinot

Für Lenny Cöster ist es ein absoluter Alptraum: Plötzlich ist sein bester Kumpel Carsten Reimann mehr als nur ein guter Freund - es knistert zwischen den Männern! Für Reimann-Darsteller Felix Isenbügel ist es kein Problem, diese Szenen zu spielen. Hier kommentiert er sie für dich!

Inhaltlich “spielt” es am Rande des erträglichen! Die Lösung für homosexuelle Avancen werden am besten durch Gewalt gelöst.

Die “Message” bewegt sich am Rande eines Niveaus im Sinne der 50ger Jahre.

Meine Güte…es kotzt mich an das im Jahr 2009 so ein Bild transportiert wird!

14Feb/09Off

Stück für Stück ins Homoglück!

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Ich krieg ‘nen Knall!!! Das Motto des CSD Berlin 2009 lautet doch allen Ernstes:

„Stück für Stück ins Homo-Glück – Alle Rechte für alle!“

Nach dem sich blu.fm und queer.de diese Woche nicht zu blöd waren mit Headlines wie

image_kopf-1181313494“Schwuler König von Deutschland gesucht” und

“WERDE MISTER SCHWUL 2009!”

zu titeln, kommt dieses Motto für den CSD Berlin im Jahr 2009 (Übrigens dem 40. Jahrestag der Aufstände in der Christopher Street).

Wie die siegessaeule-online heute berichtet:

wurde es gestern auf dem CSD-Forum mit großer Mehrheit beschlossen. Das Motto spiegelt das Leitthema des diesjährigen CSDs, die Erweiterung des Artikel 3 Grundgesetz (Gleichbehandlung) um die sexuelle Identität. Diese Änderung wird auch vom LSVD, den Grünen und anderen bundesweiten CSDs gefordert.

Um klarzustellen, dass mit dem Motto nicht nur Homosexuelle gemeint sind, soll im Forderungskatalog (der jedes Jahr eine Liste konkreter Vorschläge enthält) die gesamte queere Szene benannt werden.

Natürlich ist die Erweiterung des Artikels 3 GG wichtig und richtig. Muss sie aber auf einem solchen sprachlichen Niveau transportiert werden? Ich denke nicht. Wozu braucht es überhaupt ein “Motto”?

Ist es nicht sinnvoller die Forderungen klar zu benennen, anstatt in die sprachliche Wirtschaftwunderzeit zurück zu rennen…(uihh, das reimt sich ja auch!)

Das zusammen mit dem “Benimm-Katalog” den sich der CSD-Köln dieses Jahr, ohne Not,  ausgedacht (Kölner CSD mit Zucht und Ordnung!!!) hat, erreicht langsam die Grenze des Erträglichen. Nicht nur in der Wortwahl. Hier ein treffendes Bild von samstagisteingutertag zum CSD-Köln:

koeln_csd_2009_satire-1

Klingt das nur für mich wie 50Jahre Spießer-Jargon? Was ist denn bitte das Homo-Glück dem wir alle entgegen streben sollen? Und was bitte ist eine queere Szene? Wieso braucht es Benimm-Regeln? Wer fühlt sich denn gestört oder belästigt?

Vielleich sollten die Damen und Herren Organisatoren mal über Ihre Befindlichkeiten nachdenken?

Der CSD soll politischer werden? Nichts dagegen...dann verbannen wir erst mal alle Teilnehmer die keinen schwulen Interessen verfolgen, die Gier nach unserem Geld zählt dabei nicht, wie z. B. Softdrink-/Mobilfunkanbieter- Wagen von den CSD's. "Diese Sponsoren brauchen wir aber, wer soll das sonst bezahlen" höre ich es jaulen...wie das geht zeigt seit Jahren der Transgeniale CSD Berlin. Was denn bezahlen?

Liebe Veranstalter, überlegt Euch was ihr wollt. Eine Sponsorentaugliche Masse Lemminge über die sich auch noch "Lieschen Müller" bei ihrem Musical-Wochenende-Ausflug freuen kann - oder selbstbewusste Schwule die sich so verhalten wie sie eben sind...auch wenn das nicht allen gefällt?

10Feb/093

“WERDE MISTER SCHWUL 2009!”

blu.fm - In der Kategorie: Schlimmste Headline - Platz 1 - Zum zweite mal.

Abgesehen davon, das die Übersetzung von “gay” eben NICHT “schwul” bedeutet, würde ich gerne mal wissen welche “Redakteure” sich bei “blu.fm” (der geneigte Leser kennt das erfolglose Berliner Monatsmagazin, ehemals “Sergej”, Online-Radio, den Mobilfunkanbieter – die schwule, eierlegende Wollmilchsau) diese Headlines auf dem gesellschaftlichen Niveau der Wirtschaftswunderzeit ausdenken und publizieren dürfen?

Das „Mister Gay“-Team ist auch 2009 auf der Suche nach Deutschlands Vorzeige-Homo. Ab sofort ist eine Bewerbung für den Titel des deutschen „Mister Gay 2009“ über die Internetseite www.mistergay.de möglich, der Bewerbungsschluss ist schon am 15. April!

“Vorzeige-Homo” (alleine für diese Wortwahl gehört ein Berufsverbot verhängt!) Aber es wird noch besser:

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6Jan/090

Die Spülung für unterwegs – TOTO rear end washer

Meine Lieblingsseite für sinnlose Innovationen hat wieder mal ein wirklich tolles Produkt vorgestellt: Den “TOTO rear end washer”, die Spülung für unterwegs:

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Hier die Produktbeschreibung im Original:

You just fill it with water, snap on the lid and stow it in your purse or bag until nature calls. After you’ve finished up, the TOTO portable rear end washer snaps open in two clicks and from there it’s just a push of a button to release the jets of water for instant cleanliness.

Na das gibt einem doch gleich ganz neue Möglichkeiten für einen sauberen, entspannten Abend z.B. im Berghain…über weitere Einsatzgebiete möchte ich gar nicht nachdenken...wobei der einzuführende Teil doch relativ "scharfkantig" aussieht?

5Nov/083

Das 3. Reich und die Homoehe

Wenige Tage vor der Abstimmung über den Fortbestand der Homoehe in Kalifornien, drehen die Unterstützer von "Proposition 8" durch.

Auf den Treppenstufen des State Capitol in Sacramento verglich der Sprecher einer konservativen christlichen Vereinigung mit dem Namen "Pacific Justice Institute" die Befürworter der Homoehe mit den Rattenfängern Nazideutschlands.

So, wie Adolf Hitler für die Seele des Deutschen Volkes Sorge tragen wollte, so sollen angeblich Homosexuelle und deren Unterstützer versuchen, Kalifornien ins Verderben zu führen.

Der Vergleich traf selbst bei anderen Unterstützern von Propsition 8 auf schärfste Ablehnung und dürfte eher den Gegnern der Gesetzesinitiative einen Dienst erwiesen haben: Nach neuesten Umfragen lehnen inzwischen 49% der kalifornischen Wähler die Initiative ab, die in der kalifornischen Verfassung das Verbot der Homoehe ermöglichen würde.

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26Oct/080

Die Tränen von Stefan Petzner

Der Rechtspopulist Jörg Haider, sein Witwer Stefan Petzner und die Öffentlichkeit: Was gerade in Österreich und anderswo geschieht, ergibt in seiner Gesamtheit ein Schmierenstück.

HELMUT FOHRINGER

Liest man dieses öffentlich dargebotene Stück mit einer Perspektive, die falsche Tränen von echten unterscheidet, wählt man eine Blickrichtung, die wahre Betroffenheit ermessen möchte, lohnt es sich, Bilder von der Trauerfeier Jörg Haiders anzuschauen. Was da in Klagenfurt zu sehen war, kommt einer Gegendiagnose zu Alexander Mitscherlichs "Unfähigkeit zu trauern" nah. Zehntausende von Österreichern weinten um einen ihnen extrem Beliebten.

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18Oct/088

Haider schwul? Wer will das wissen?

haider20071206110949 Ein sehr interessanter Artikel ist am 6.12.2007 bei Die Presse erschienen. Er ist diese Tage aktueller denn je:

“Auch Schlechtmenschen homosexuell”

Es ist schon fast eine der klassischen Stadt-Legenden. Der Freund eines guten Bekannten eines Cousins soll mit Jörg Haider Sex oder zumindest einen Kontakt gehabt haben, der dorthin hätte führen sollen. Und ein bekannter TV-Schauspieler sei mit dem heutigen Kärntner Landeshauptmann quasi in flagranti erwischt worden, von der polnischen Putzfrau, die wiederum plötzlich alle über vier Ecken gekannt haben wollen…

…Jörg Haider als homosexuell zu outen, um ihm politisch zu schaden, setzt auf Schwulenhass und bedient ihn. Über diese Form der Diskriminierung war weniger oft zu hören…

…Für Lesben und Schwule bringt das Outing Haiders allerdings sicherlich nichts Positives. Aber auch Lesben und Schwulen ist die Wahrheit zumutbar. Sie müssen sich damit abfinden, so schmerzlich das auch sein mag, dass Lesben und Schwule nicht automatisch die besseren Menschen sind, dass Homosexuelle nicht nur Gutmenschen, sondern auch Schlechtmenschen sein können…

Der ganze Artikel bei Die Presse

18Oct/0813

Haider – Die letzte Nacht

Die Rekonstruktion der letzten Stunden des Kärntner Landeshauptmannes Jörg Haider sorgt für Ungereimtheiten. So wollen ihn Augenzeugen in einer Klagenfurter Schwulenbar gesehen haben, was deren Besitzer aber dementiert.

Jörg haiderBleibt die Frage, wo und wann Jörg Haider zu seiner schweren Alkoholisierung gekommen ist. Fest steht, dass er gegen 19.30 Uhr an der Eröffnung der neuen Bar "Bem Vindo" am Klagenfurter Kardinalplatz teilgenommen hat.

Danach soll er mit Stefan Petzner (der Haider seinen "Lebensmenschen", was immer das ausdrücken soll, nennt) in den Veldener Klub "Le Cabaret" gefahren sein, um bei der Präsentation eines neuen Society-Magazins mitzufeiern. Zu hören ist, dass er die Party zwischen 22.45 und 23 Uhr verließ und zurück nach Klagenfurt fuhr. Dort verliert sich für einige Zeit seine Spur.

Haider tauchte um etwa 0.15 Uhr wieder auf.

Gerüchte um Szene-Lokal

Die Gerüchteküche will wissen, dass es sich beim genannten Lokal um den „Stadtkrämer“ handelt, er soll dem "Stadtkrämer", wo er dem Vernehmen nach öfters verkehrte, bis 0.45 Uhr einen Besuch abgestattet haben.

Hans-Peter Gasser, Betreiber des "Stadtkrämers" und des "Bem Vindo" sagt: "Ja, Haider war bei unserer Eröffnung. Laut meinen Kellnern hat er aber nichts bestellt und höchstens ein Mineralwasser getrunken." Von einem späteren Besuch des "Stadtkrämers" will Gasser aber nichts wissen: "Ich kann auch nicht bestätigen, dass er öfter bei uns zu Gast war."

Andererseits hat die Staatsanwaltschaft Klagenfurt die Mail eines Unbekannten erhalten, der berichtet, dem Landeshauptmann nach Mitternacht in einem Innenstadtlokal begegnet zu sein. Angesichts des Alkoholisierungsgrades habe er ihm angeboten, ihn nach Hause zu bringen. Doch als der Hilfsbereite mit seinem Wagen zum Lokal zurückkam, war Haider schon abgefahren.

Leitender Staatsanwalt Gottfried Kranz sagt: "Ich dementiere die Alkoholisierung nicht, Folgen hat das allerdings keine: Denn der schuldtragende Lenker ist tot." Dem Leichnam Haiders wurde aber auch Urin abgenommen - um einen Drogentest durchzuführen

Welche Ergebnisse gab es da? Kranz: "Alle anderen chemischen Untersuchungen waren negativ. Nur Alkohol wurde gefunden."

Die Frage, wo Haider in so kurzer Zeit so viel Alkohol zu sich genommen hat, dass die Gerichtsmedizin in seinem Blut einen Anteil von 1,8 Promille festgestellt hat, bleibt also offen.

Zumindest dürften damit aber die hirnrissigen Attentatstheorien geistig verwirrter Haider-Fanatiker endgültig ausgeräumt sein. Außer natürlich, man nimmt an, dass es der Plan war, Haider zuerst abzufüllen und dann in sein Auto (Phaethon) zu setzen. In diesem Fall sollte Petzner aber schnell das Weite suchen. Immerhin war er es doch, der sich als letzter von seinem lallenden Lebensmenschen verabschiedet hat - und jetzt als Haiders Vertreter auf Erden von dem UnVorfall profitiert

Bereits gestern hat Stefan Petzner, Haiders Pressesprecher und Nachfolger als  BZÖ-Obmann, die Medien gebeten, "jetzt und hier die Stopptaste zu drücken und die Berichterstattung betreffend des Unfalles abzuschließen". Haider habe gerne Feste gefeiert, sagte er. Für die Staatsanwaltschaft ist der Fall nun so gut wie abgeschlossen. Es gibt laut Kranz kein Fremdverschulden und keinen Drittbeteiligten.

Anzeige gegen Staatsanwalt

Haiders Familie erstattet nun Anzeige gegen den Staatsanwalt wegen Verletzung des Amtsgeheimnisses in Bezug auf Haiders Alkoholisierung und den Lokalbesuch. „Es ist beispiellos, dass Ergebnisse eines Obduktionsberichtes zuerst an die Medien und erst dann an die Familie gelangen“, so Anwältin Huberta Gheneff.

(Quellen: Kärntner Stadtanzeiger, Die Presse, DER ROTE SALON)

Folgendes hab ich via http://www.helge.at/ entdeckt.

Phaethon (v. griech.: phaino, Φαέθων, scheinen, der Strahlende) ist in der griechischen Mythologie (..) der Sohn des Helios und der Klymene.

Phaethon erbittet sich, für einen Tag den „Sonnenwagen“ lenken zu dürfen. Helios versucht, seinen Sohn von diesem Plan abzubringen. Jedoch vergeblich. Phaethon besteigt, als die Nacht zu Ende geht, den kostbaren und reich verzierten Sonnenwagen des Vaters.

Das Viergespann rast los und gerät bald außer Kontrolle. Phaethon verlässt die tägliche Fahrstrecke zwischen Himmel und Erde und löst eine Katastrophe universalen Ausmaßes aus.

Ein Phaethon war der Dienstwagen Haiders mit dem er 184 km/h schnell verunglückt ist. Jörg Haider hatte den Kärntner Slowenen Rudi Vouk, der, unalkoholisiert, bewusst 64 km/h in einer 50 km/h Zone fuhr und sich dann selbst zur Anzeige brachte, als “Raser” bezeichnet.

Bolg/Pressestimmen:

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