palisadesberlin der tägliche wahnsinn

25Nov/090

Sizzla: Bleib zuhause, kiff dir einen…

Menschenrechte gehen vor Kommerz

Das Berliner Kesselhaus in der Kulturbrauerei geht in seiner heutigen Erklärung zum geplanten Auftritt des jamaikanischen Interpreten Sizzla am 26.11.2009 nicht auf die wahren Zustände für Lesben und Schwule auf Jamaika ein.

Mit keinem Wort wird erwähnt, dass Sizzla mit Songtexten und Auftritten immer wieder für eine regelrechte Schwulenhatz auf der Karibikinsel sorgt und für die Pogromstimmung mit verantwortlich ist. Offensichtlich schert sich das Kesselhaus nicht darum, sondern bietet dem Interpreten eine Bühne. Hauptsache die Kasse stimmt!

Das Kesselhaus will offensichtlich Zeit gewinnen und hält mit aller Gewalt am Sizzla-Auftritt fest. Zwar ist vom "Strafgesetz gegen Homosexualität in Jamaika" die Rede und dass "die europäische Wertegemeinschaft auf politischem Wege dafür sorgen" müsse, dass dieses "endgültig abgeschafft wird". Man selbst habe vorgesorgt, dass es im Kesselhaus "zu keiner strafrechtlich relevanten Handlung kommt".

Wir meinen, Menschenrechte gehen vor Kommerz. Das Kesselhaus wäre gut beraten, das Konzert abzusagen und sich künftig gar nicht erst auf Hassinterpreten einzulassen. Es kann nicht angehen, dass ein mit Mitteln des Berliner Senats unterstützter Verantalter die "homophobe Haltung des Künstlers" lapidar mit "gesellschaftlichen und kulturellen Zusammenhängen" erklärt und relativiert. Die Erklärung des Kesselhaus ist ein staatsbürgerliches Armutszeugnis: Man selbst habe seine Hausaufgaben gemacht, jetzt seien andere gefragt. Und dazu bemüht man eine nebulöse "europäische Wertegemeinschaft".

Ein wichtiges Signal für den Menschenrechtsschutz auf Jamaika und für die Unteilbarkeit und Universalität der Menschenrechte wäre es, solchen Interpreten kein Forum zu bieten. Auch öffentlich geförderte Konzertveranstalter stehen in der Pflicht: Solange Hassinterpreten Mord und Totschlag nicht wirklich abschwören, sollten sie auf deren Auftritte verzichten. Das ist die Sprache, die sie verstehen.

Pressemitteilung des LSVD

Auch schön zu wissen das die Kulturbrauerei üppig Geld vom Senat Berlin erhält! Einfach mal in diesem PDF mit der Suchfunktion nach "Kulturbrauerei" (deren Teil das "Kesselhaus" ist) fahnden: Haushaltsplan von Berlin - Band 3 - Einzelplan 03

Man stelle sich vor, ein Konzerthausbetreiber aus dem Osten würde mit einer solchen Begründung einer rechtsradikalen Band Einlass gewähren. Lichterketten von hier bis Stralsund. Schweigemärsche rund um die Lausitz. Hungerstreiks in der Gegend um Dresden. Das wäre die Folge. Aber so ein armer Jamaikaner. Der weiß es nicht besser. Also soll er doch singen was er will. Solange ers dort unten tut. Wir wollen unsere flotten Hintern ungestört wackeln lassen. Da würde Moral doch nur stören.

Mein Vorschlag an Sizzla: Bleib zuhause, kiff dir einen (oder hundert so wie Du aussiehst), und vögle die unterbeschlafenen Mittvierzigerinnen die dort Urlaub machen...Vorurteil kann ich auch!

10Nov/091

Islamisten lauern auf schwule Chatter im Irak

SPIEGEL Online berichtet:

Der "Observer" berichtet von islamistischen Gangs, die in Flirt-Chatrooms Jagd auf irakische Schwule (ACHTUNG! der Bericht enthält drastische Bilder) machen, sie kidnappen, foltern und ermorden. Die Online-Chatrooms "seien die einfachste Möglichkeit, Leute zu finden, die den Islam zerstören und die das über Jahrhunderte aufgebaute Ansehen beschmutzen wollen", sagt einer der Täter dem "Guardian"-Autor. Er sei Mitglied einer von vielen Gruppen, die seit Anfang des Jahres über 130 schwule Iraker umgebracht haben sollen.

"It is the easiest way to find those people who are destroying Islam and who want to dirty the reputation we took centuries to build up," he said. When he finds them, Hamizi arranges for them to be attacked and sometimes killed.

Ein zu den Fällen befragter Polizeibeamter dementiert einen homophoben Hintergrund der Morde.

Sitting on the floor, wearing traditional Islamic clothes and holding an old notebook, Abu Hamizi, 22, spends at least six hours a day searching internet chatrooms linked to gay websites. He is not looking for new friends, but for victims.

Dazu dann noch folgende Information: New study claims 16% of Iranian men have had gay relationships

3Nov/091

«Ich hasse Schwule, das tue ich wirklich»

die netzzeitung schreibt:

Fußball-Torwart wegen Schwulenhetze entlassen:

arkadiusz-onyszko3Am Montag stellte Arkadiusz Onyszko seine Biografie «Fucking Polak» vor. Wenige Stunden später setzte ihn ein dänische Erstligist vor die Tür. Die letzten Schlagzeilen machte der polnische Torwart, nachdem er seine Frau schwer misshandelt ahtte.

Schwulenfeindliche Sprüche in einem Buch haben den polnischen Profi-Torhüter Arkadiusz Onyszko (35) seinen Job in Dänemark gekostet. Wie der Erstliga-Klub FC Midtjylland am Montag in Herning mitteilte, wurde dem Keeper fristlos gekündigt.

Onyszko hatte in dem am selben Tag über sein Leben erschienenen Buch «Fucking Polak» geschrieben: «Ich hasse Schwule, das tue ich wirklich.» Er nannte Homosexuelle auch «zum Kotzen». Das sei mit den Grundwerten des Vereins unvereinbar, hieß es in der Mitteilung von Midtjylland.

Sehr schön, das nenne ich mal konsequent reagiert!

veröffentlicht unter: Alles, Heterowelten, Ohne Worte, Schwul 1 Kommentar
7Oct/090

Als Muslim habe ich das Recht, nicht gegen Homosexuelle zu spielen…

In Frankreich sorgt die Weigerung eines muslimischen Amateurteams, gegen eine schwule Mannschaft zu spielen, für Aufregung.

Das hauptsächlich aus Einwanderern bestehende Team Créteil Bébel hat ein für letzten Sonntag angesetztes Spiel gegen Paris Foot Gay aus religiösen Gründen abgesagt: "Bitte entschuldigt, aber wegen eures Team-Namens können wir aufgrund der Prinzipien unserer Mannschaft, die aus gläubigen Muslimen besteht, nicht gegen euch spielen", teilte Créteil Bébel dem schwulen Team in einer eMail mit. "Unsere Überzeugungen sind uns wichtiger als ein simples Fußballspiel. Tut mir Leid, dass wir euch so spät darüber informiert haben." Das Spiel sollte im Rahmen eines Amateur-Turnieres stattfinden.

weiterlesen bei queer.de

5Oct/090

Die Schwulen-Radarfalle

Ehemalige MIT-Studenten behaupten, sie könnten mit einer Software die Freunde in Facebook-Profilen in einer Weise analysieren, die zuverlässige Rückschlüsse auf die sexuelle Neigung des Account-Inhabers zulässt

Der Begriff "Gaydar" setzt sich aus "Gay" und dem Suffix aus "Radar" zusammen, gemeint ist damit ein Wahrnehmungssystem, das den Anspruch hat, mit mehr oder weniger feinen Antennen die gleichgeschlechtliche sexuelle Orientierung einer Person zu erkennen.

Die Antennen speisen sich vorwiegend aus Gerüchten, "Intuition" und unterschiedlichen Klischees und Annahmen. Eigentlich Bestandteil von Gossip-Gesprächen, Partytalk oder anderem Tratsch; manchmal lustig, abhängig davon, wer seinen Gaydar-Spürsinn zum Besten gibt und mit welchem Hintersinn.Auf peinliche Weise ernst, heikel und böse wird die "Gaydar-Fahndung" dann, wenn sie den privaten, spielerischen Rahmen verläßt und in die öffentlich Sphäre wechselt; dann zeigt das subjektive Gemisch aus Gerücht, Vorurteilen und Intuition seine fiese Fratze.

Die Diffamierung ist nicht weit. Von diesen Fettnäpfen umgeben ist eine Meldung, die mit dem Namen des gut beleumdeten Massachusetts Institute of Technology (MIT) renommiert und ein Software-Programm namens "Gaydar" vorstellt, das auf eine Informationsquelle von Facebook-Accounts hinweisen soll, an die man nicht sofort denkt: die Liste der friends.

via telepolis.de

Ich hoffe die Herren werden von den Inhabern einer der älteste und größten (GAYDAR.co.uk) schwulen Datingseiten wg. der Namensbenutzung ordentlich verklagt.

22Sep/090

Ex-Miss-Kalifornien: "Gott hat mich auserwählt"

…als erstes Lebewesen OHNE Gehirn!

via QUEER.de

Carrie Prejean hat bei einer Rede vor 1.700 Konservativen erklärt, dass Gott sie persönlich auserwählt habe, um gegen Homo-Rechte zu kämpfen. Bei der Veranstaltung der Lobbygruppe Family Research Council in Washington erklärte die ehemalige Schönheitskönigin, dass sie die Miss-USA-Wahl verloren habe, weil sie sich öffentlich gegen die Homo-Rechte ausgesprochen hat – ihrer Meinung nach im Auftrag des christlichen Schöpfers persönlich: "Gott hat mich auserwählt für diesen Moment, weil er wusste, dass ich mich nicht nur für ihn und für die Wahrheit einsetzen würde. Er wusste auch, dass ich stark genug bin, um die ganzen Angriffe zu überstehen."

Ich habe wirklich überlegt ob ich der gehirnlose Barbie hier die Möglichkeit gebe Ihre Absurditäten wiederzugeben – aber den Schwachsinn sollte sich jeder selbst anhören können:

20Sep/090

AIDS Prophylaxe auf Afrikanisch: Rote Beete, Knoblauch, Duschen

baas_in_aksie2Südafrika droht in vielerlei Hinsicht der unmittelbar bevorstehende Kollaps. Dabei sind Kriminalität, Korruption und die rassistische Quotenregelung Affirmative Action keineswegs die einzigen Gründe für den Zusammenbruch.

Mittlerweile erweist sich Aids als gewaltige Bedrohung für das gesamte südafrikanische Gesundheits-, Sozial- und Wirtschaftssystem. Vor allem der dilettantische Umgang mit der Seuche läßt Böses erahnen.

Das südliche Afrika wird stärker als jede andere Region der Erde von HIV und Aids heimgesucht. Den jüngsten Angaben von UNAIDS zufolge – das vom Bundesministerium für wirtschaftliche Zusammenarbeit und Entwicklung mit Millionenbeträgen unterstützte »Gemeinsame Programm der Vereinten Nationen zur Reduzierung von HIV/AIDS« -, leben zwei Drittel aller mit dem Aids-Virus infizierten Menschen in den Ländern südlich der Sahara.

Die Infektionsraten sind dort im Vergleich zu anderen Gebieten auf der Erde seit Jahrzehnten überdurchschnittlich hoch. Frauen sind auf dem ganzen afrikanischen Kontinent überproportional stark von der Seuche betroffen. In Afrika sind nach jüngsten Schätzungen der Weltgesundheitsorganisation (WHO) über 26 Millionen Menschen HIV infiziert – und jedes Jahr wächst die Zahl der Infizierten um weitere zwei Millionen. Andere Quellen gehen von deutlich höheren Zahlen aus.[weiterlesen bei Dr. Klaus Nordbuch]

19Sep/090

Folsom 2009

Folgenden Artikel habe ich bei Der Stich des Skorpion gefunden:

Auch in diesem Jahr geht die lächerliche Hetze gegen die schwule Fetisch-Szene weiter.

Dr. Peter Kratz, Leiter und wahrscheinlich einziges Mitglied des sogenannten „Berliner Instituts für Faschismus-Forschung“, kämpft weiter seinen einsamen Kampf gegen seine Lieblingshassfigur Klaus Wowereit und jeden, der mit ihm mal gesprochen hat.

Sein Hass entlädt sich wieder einmal auf das immer beliebter werdende Straßenfest des Folsom Europe e.V., welches durch das hohe Spendenaufkommen ein wichtiger sozialer Faktor für die schwule Community geworden ist und nebenbei als Touristenmagnet ein wirtschaftlicher Faktor für Berlin wurde.

Der Grund: Klaus Wowereit schreibt in jedem Jahr ein Grußwort an die Gäste des Straßenfestes. Ein Affront für Kratz, denn er sieht hinter jedem Fetischschwulen einen Nazi und über einen Rattenschwanz von mehr oder weniger wichtigen oder richtigen Annahmen konstruiert er eine abenteuerliche Beweisführung, mit der er so ziemlich alles beweisen kann, was er will.

Am Ende kommt oft raus: Wowereit = Terrorist und alle Freunde Wowereits sind Nazis.

Rest des Beitrags lesen…

veröffentlicht unter: Alles keine Kommentare
9Sep/091

SCHWUL SPIELEN? KEIN PROBLEM!

0290x0387 Nachdem in den RTL-Soaps anscheinend “die schwule Zielgruppe” entdeckt wurde, lavieren sich die Protagonisten bei GZSZ derzeit (zumindest optisch) durch einen feuchten Pupertätstraum in der Bildsprache von Cadinot

Für Lenny Cöster ist es ein absoluter Alptraum: Plötzlich ist sein bester Kumpel Carsten Reimann mehr als nur ein guter Freund - es knistert zwischen den Männern! Für Reimann-Darsteller Felix Isenbügel ist es kein Problem, diese Szenen zu spielen. Hier kommentiert er sie für dich!

Inhaltlich “spielt” es am Rande des erträglichen! Die Lösung für homosexuelle Avancen werden am besten durch Gewalt gelöst.

Die “Message” bewegt sich am Rande eines Niveaus im Sinne der 50ger Jahre.

Meine Güte…es kotzt mich an das im Jahr 2009 so ein Bild transportiert wird!

28Aug/090

General Günter Kießling ist tot

Günter Kießling ist im Alter von 83 Jahren gestorben – der Ex-General war vor 25 Jahren Opfer einer homophoben Kampagne.

{9662F439-E274-4AF1-A711-F07C269FE18C}Picture Wie der Deutschlandfunk berichtet, starb Kießling am Freitagmorgen in seinem Heimatort Rendsburg (Schleswig-Holstein).

Der Vier-Sterne-General wurde 1983 vom damaligen Verteidigungsminister Manfred Wörner gefeuert, weil er nach Erkenntnissen des Militärischen Abschirmdienstes schwul gewesen sein soll.

Der MAD wollte erfahren haben, dass ein "Günter von der Bundeswehr" im Kölner Schwulenetablissement "Tom-Tom" verkehrt habe – was in der gerade ins Amt gekommenen Kohl-Regierung als Sicherheitsrisiko eingestuft wurde. Kießling war ohnehin verdächtig, da er nicht verheiratet war…weiter bei [queer.de]

veröffentlicht unter: Heterowelten, Politik, Schwul keine Kommentare
4Aug/091

SMASH HOMOPHOBIA!

Noch immer wird nach dem grauenvollen Überfall auf ein schwul lesbisches Jugendzentrum in Tel Aviv nach dem mutmaßlich homophoben Attentäter gefahndet. In Berlin wird morgen eine spontane Demonstration vor der Gedächtniskirche veranstaltet.

Im Gedenken an die beiden Getöteten und die 15 zum Teil Schwerverletzten, wird für 17 Uhr zu einer Gedenkkundgebung auf dem Breitscheidtplatz aufgerufen.

21Feb/094

Ich möchte kotzen!!!

Markus Danuser

Bitte lest doch erst mal den wunderschönen Artikel von Steven Milverton zur “CSD-Charta” in Köln…und dann überlegt mal…Was das, hoffentlich, für einen CSD in Köln geben wird.

So was nennt man, glaube ich, direkt ins Knie geschossen…

Ich weiß nicht mit welcher Geschichte Herr Danuser aufgewachsen ist, für mich ist Toleranz (ich empfehle jedem die "wörtliche" Bedeutung nachzulesen) unabdingbar mit dem CSD verbunden. Auch wenn das die kleingeistige Blockwart-Mentalität der KLuST-Vostände  übersteigt. Viel Spaß in Köln!!!

16Feb/091

Wagner verzichtet auf Amt des Weihbischofs

Gerhard Maria Wagner Freiwilliger Rückzug nach massiven Protesten und vielen Kirchenaustritten: Priester Gerhard Maria Wagner hat den Vatikan gebeten, seine Ernennung zum Weihbischof zurückzunehmen. Der Österreicher hatte Homosexualität als Krankheit und Naturkatastrophen als Strafe Gottes bezeichnet.

Entscheidung aus freien Stücken
Der Rückzieher erfolgte einen Tag vor einer Krisensitzung der Bischofskonferenz. "Angesichts der heftigen Kritik bin ich im Gebet und nach Rücksprache mit dem Diözesanbischof zu dem Entschluss gekommen, den Heiligen Vater in Rom um Rücknahme meiner Ernennung zum Weihbischof von Linz zu bitten", hieß es in einer von der Diözese Linz veröffentlichten Erklärung.

Laut Wagner sei diese Entscheidung aus freien Stücken gefallen. Wie er im ORF-Interview erklärte, habe er von Anfang an den - oft unbarmherzigen und lieblosen - Widerstand gespürt. Er habe sich dann gefragt, was gut für die Kirche ist und habe sich dann gegen das Amt entschieden.

Ja, für lieblose und unbarmherzige Aussagen gibt es den entsprechenden Wiederstand.

13Feb/090

Hallo Herr Wagner, Papst Benedikt, Herr Fischer, Herr Algermissen und Konsorten:

So weit war die katholische Kirche doch schon mal? ca. 1633

bild-92

von Bündnis Freiheit für Vielfalt, Bremen via oliverritter.wordpress.com

9Feb/090

Merkel exkommuniziert Papst

„Papst rehabilitiert Holocaust-Leugner“ so titelten in dieser Woche die deutschen Medien und dieses Thema, das eigentlich eher einen trockenen theologischen Grundsatzdiskurs behandelt, lässt sich sogar so schön „aufsexen“, dass der SPIEGEL es in seiner, am Montag erscheinenden Ausgabe, zum Titelthema auserkoren hat – „Der Entrückte – ein deutscher Papst blamiert die katholische Kirche“.

Auch die Regentin konnte sich der Steilvorlage aus dem Vatikan nicht entziehen und forderte den Papst durch die Blume auf, seine innerkirchlichen Entscheidungen vor ihr zu rechtfertigen – freilich nicht, ohne vorher klarzustellen, dass sie sich in innerkirchliche Entscheidungen nicht einmischen wolle.

Der Papst barfuß im Büßerhemd vorm Kanzleramt? Der SPIEGEL als Gradmesser für theologische Fragen? Das ist natürlich absurd - betrachtet man Ratzingers vermeintlichen Kardinalfehler unvoreingenommen, steht der bayerische Papst nämlich als dialogbereiter Kirchenfürst da und die kritischen Stimmen als Verfechter des Dogmatismus.

Zum Thema Richard Williamson empfehle ich den Artikel bei Der Spiegelfechter aus dem dieser Auszug stammt.