Hagen Rether – „Die reden nicht mehr”
Hagen Rether über die Vorwürfe der Mehrheitsgesellschaft an türkischen MigrantInnen der 3. Generation, die angeblich nicht mehr mit „uns" reden und sich nicht integriert haben.
Deutschlands Schattenkrieger
der Freitag hat einen hochinteressanten Artikel zum Thema Kundus veröffentlicht:
Bei der ominösen „TF-47“ handelt es sich, soweit bekannt geworden, um eine klandestin operierende Spezialeinheit der Bundeswehr, gebildet aus Elitekämpfern des KSK und auf Aufklärung im Feindesland spezialisierten Soldaten, so genannten Fernspähern. Vermutet wird, dass nach dem Vorbild der US-geführten „Combined Joint Task Forces“ (zum Beispiel CJTF-180) auch Angehörige verbündeter Streitkräfte in die deutsche TF-47 integriert sind, etwa britische SAS-Soldaten oder U.S. Special Forces. Auch sollen Agenten des BND die geheimen Krieger unterstützen.
Es waren ebendiese Geheimkrieger, die dem Bundeswehroberst Klein die entscheidenden Lageinformationen geliefert hatten, auf deren Grundlage er seine katastrophale Entscheidung dann fast zwangsläufig treffen musste, wollte er jene menschlichen „Hochwertziele“ nicht entkommen lassen. Das Bombenmassaker von Kunduz offenbart somit einmal mehr die verheerende Rolle, die Deutschlands demokratisch nahezu unkontrollierte Schattenarmee im so genannten Krieg gegen den Terror spielt.
der ganze Artikel bei der Freitag
Fliegende Zöpfe, wehende Röcke – Frauenwrestling in Bolivien
Vergesst Regina Halmich, vergesst FrauenBoxen…So muss das aussehen:
Schön auch, sie tragen die traditionelle Tracht – ich stell’ mir das vor meinem geistigen Auge mal in Deutschland vor…
Schweinegrippe – Beitrag zur Grunzsatzdebatte
Nach langem Vorgeplänkel ist die Schweinegrippe in aller Munde. Der einzige, der nie gefragt wurde, ist Rüdiger Rüssel, Vorsitzender des Bundesverbands deutscher Mastschweine. In einem seiner seltenen Interviews legt er DocCheck seine Sicht der Dinge dar.
Herr Rüssel, lesen Sie regelmäßig die Medienberichte über die Schweinegrippe?
Rüdiger Rüssel: Ich lasse mir vom Bundesverband eine tägliche Presseschau zusammenstellen, die mich mit allen wichtigen Artikeln und mit Hinweisen auf relevante TV-Sendungen versorgt. Und ich muss schon sagen, manchmal ist mir dabei einfach nur zum Grunzen zu Mute. Schwein hier, Schwein da, Krankheit durch Schweine, Impfen gegen Schweine, Tod durch Schweine. Ich frage mich schon, was wir eigentlich getan haben. Mir ist bisher jedenfalls kein Schwein bekannt, dass einen deutschen Staatsbürger mit Grippeviren infiziert hätte. Wir bleiben brav in unseren Ställen. Wir husten niemanden an. Wegen uns braucht Deutschland jedenfalls keinen Pandemieplan.
das ganze Interview bei DocCheck...
Auferstanden aus Ruinen – Die DDR wird 60
Margot und andere gruselige Gestalten feiern den Geburtstag.
Es wird mir immer ein Rätsel bleiben warum diese Frau die die Wiedervereinigung als "Verrat" bezeichnet und aus Deutschland geflohen ist von diesem Staat monatlich über €1000 Rente bekommt und annimmt?
Einbürgerungstest: Kennen Sie Deutschland?
Das Bundesinnenministerium hat den neuen Einbürgerungstest mit insgesamt 300 Fragen vorgelegt. Ausländer, die die deutsche Staatsbürgerschaft anstreben, müssen mindestens 17 von 33 ausgewählten Fragen richtig beantworten. Testet bei WELT ONLINE, wie Du selbst abschneiden würdest
Schwere Vorwürfe gegen SchülerVZ
netzpolitk.org schreibt:
Die Nachrichtenagentur ddp zitiert den Anwalt der verstorbenen 20-Jährigen, der wegen versuchter Erpressung in der SchülerVZ-Sache in Haft kam. Dabei erhebt der Anwalt Ulrich dost schwere Vorwürfe gegen SchülerVZ: Anwalt: Kein Erpressungsversuch gegen SchülerVZ.
Dost sagte, dass seinem Mandanten durch Mitarbeiter des Unternehmens “ein unbeziffertes Zahlungsangebot gemacht worden sein” soll. In einem solchen Fall hätte dem Anwalt zufolge Zahlungsbereitschaft des Unternehmens vorgelegen, “die folglich nicht mit einer Drohung erzwungen werden musste”. Aus Sicht der Verteidigung stelle sich die Frage, ob das Unternehmen seinem Mandanten “ein Schweigegeld angeboten hat, um das Aufdecken von ‘Sicherheitslücken’ der Plattform in der Öffentlichkeit verhindern zu können”.
SchülerVZ hat mit einer eigenen Pressemitteilung reagiert und weist die Vorwürfe zurück
der ganze Artikel bei netzpolitik.org
Fossil Norbert Geis lästert bei Maischberger
Dennis Klein schreibt bei queer.de
Der CSU-Politiker Norbert Geis wollte in der ARD-Sendung "Menschen bei Maischberger" den Vormarsch von Homo-Rechten stoppen – dabei wirkte er wie Kapitän Ahab auf der Jagd nach Moby Dick.

- Norbert Geis
Der Aschaffenburger Politiker Norbert Geis ist in Deutschland der lautstärkste Bundestagsabgeordnete im Kampf gegen Homo-Rechte. Homosexualität bezeichnet er als "Fehlentwicklung", die nicht staatlicherseits sanktioniert werden darf. So war er lautstärkster Gegner des Lebenspartnerschaftsgesetzes. Volker Beck warf Geis sogar "totalitäre Anwandlungen" vor, weil der grüne Fraktionsgeschäftsführer einen Kongress in Marburg kritisiert hatte, der die "Heilung" von Schwulen propagiert (queer.de berichtete). Dieser Mann war nun am Dienstagabend zu Gast in Sandra Maischbergers Talkshow, die unter dem Titel stand: "Schwule und Lesben an die Macht".
Geis hatte hier die Rolle des kränkelnden Mahners, der die anderen Teilnehmer von seinem Lebensmodell – es lautet: Heirate eine Frau und kriege Kinder – überzeugen wollte. Dass er damit bei Berlins Regierendem Bürgermeister Klaus Wowereit und der Kabarettistin Maren Kroymann auf taube Ohren stößt, stört ihn nicht. Auch die Erfahrungen von zwei Homo-Paaren, die ebenfalls in der Sendung zu Gast waren, weist er zurück – und spricht den Gästen sogar das Recht ab, eine Familie zu sein...weiterlesen bei queer.de
Endlich – König von Deutschland
Liebes Tagebuch,
endlich bin ich König von Deutschland. Das wurde auch langsam Zeit. Wir haben gemeinsam mit den Splitterparteien der Union die Rot-Rot-Grüne Pest in die Opposition geschickt. Leider musste ich dieses eine Mal noch meiner gute Freundin Angela den Posten der Bundeskanzlerin überlassen, in vier Jahren wird aber alles anders werden. Wir, die FDP, mit mir als Vorsitzenden, sind die Partei der Mitte und werden bald die einzige Volkspartei der Bundesrepublik Deutschland sein. Endlich haben die Menschen begriffen, dass nur die FDP die Lösung für unsere Probleme bereit hält. Natürlich gab es auch die eine oder andere Kritik, aber was wissen diese hirnverbrannten Schmierfinken der Presse schon? Ich kenne als einziger die Lösung auf alle Fragen, die unser Land beschäftigt. Ich bin König von Deutschland.
Gestern Abend habe ich mit meinen Freunden zusammengesessen und über die FAZ gelacht. Die sind uns voll auf den Leim gegangen und fangen schon an, von einer sozialdemokratisierten FDP zu sprechen. Was mein Freundin Angela kann, das kann ich schon lange. Ich überlege, ob ich die FAZ zur Parteizeitung der FDP erkläre, inoffiziell sind es die Journalisten aus Frankfurt schon.
weiterlesen bei F!XMBR
Schwarz-Gelb geht gegen Antidiskriminierungsgesetze vor
im Blog Samstag ist ein guter Tag gefunden:
Im Entwurf des Koalitionsvertrages von CDU/CSU und FDP nimmt man im Kapitel „Bürokratieabbau“ das von beiden Parteien ungeliebte Allgemeine Gleichbehandlungsgesetz (AGG) ins Visier.
„Das geltende AGG werden wir im Hinblick auf einen möglichen Abbau von Bürokratielasten überprüfen. / Wir setzen uns aktiv gegen alle Formen von Diskriminierung ein. Den ungeeigneten Entwurf der Europäischen Kommission zur 5. Antidiskriminierungsrichtlinie lehnen wir allerdings ab.“
Zur Erinnerung: Dass Deutschland überhaupt ein Antidiskriminierungsgesetz besitzt, ist der EU zu verdanken. Die schwarz-rote Regierung hatte es 2006 letztlich nur verabschiedet, um...weiteresen bei Samstag ist ein guter Tag
Broders pathologischer Wahnwitz
geschrieben am 23. Oktober 2009 von Spiegelfechter
Vielleicht haben Hans-Jürgen Jakobs und Oliver Das Gupta in ihremKommentar in der Süddeutschen ja recht und Henyrk M. Broder ist nichts weiter als ein Pausenclown, der seine Freude an der kalkulierten Provokation hat.
Broders angekündigte Kandidatur für die Präsidentschaft des Zentralrats der Juden in Deutschland ist natürlich ebenfalls eine kalkulierte Provokation. Wenn die Pathologie des umtriebigen Rechtspopulisten allerdings so simpel wäre, sollte man ihn behandeln wie jeden anderen pubertierenden Gernegroß auch – einfach rechts liegen lassen. Für einen Pausenclown ist die Nichtbeachtung bekanntlich die Höchststrafe.
Broders Pathologie ist allerdings nicht so einfach. Er ist ein eitler Geck, zerfressen von Hass auf das links-intellektuelle Establishment. Narzissmus und Hybris sind Broders Kardinaluntugenden. Intellektuellen Auseinandersetzungen geht der Broderliner am liebsten aus dem Weg, zu groß ist die Gefahr, entzaubert zu werden. Broder würde gerne vom Establishment ernst genommen werden – das Establishment rümpft allerdings die Nase vor der publizistischen Rampensau, die sich nur allzu gerne in unappetitlichen Ressentiments suhlt.
ZdJ-Vizepräsident Graumann kommentierte Broders Kandidatur mit den lakonischen Worten, Broder stehe „auf einer Liste der wenigsten geeigneten Personen ziemlich weit vorne“, er wäre „eine fulminante Fehlbesetzung“, „Provokation [sei] seine Passion und Profession“. Es ist schwer, Graumann bei dieser Charakterisierung zu widersprechen.
Broderline-Persönlichkeitsstörung
Henyrk Milhouse Broder und der Antisemitismus, dies ist eine Geschichte voller Missverständnisse. Ein wortgewaltiger, aber nicht eben mit intellektuellem Hintergrund beschlagener Publizist wie Broder, wäre ohne die Antisemitismus-Diskussion nur ein rechtspopulistischer Schreihals unter vielen – keine Einladung in Talkshows, keine Anstellung beim SPIEGEL, keine lukrativen Autorenverträge, keine Preise, keine Aufmerksamkeit.
Der größte Trick, den Broder je gebracht hat, war, die Welt glauben zu lassen, es ginge ihm um das Thema Antisemitismus. Der Begriff Antisemitismus ist für Broder jedoch vielmehr ein Kunstgriff, um seine Gegner mundtot zu machen und seine ständig wechselnden politischen Vorstellungen gegen jegliche Kritik zu verteidigen.
weiterlesen bei Spiegelfechter
UPDATE 31.10.09 Der Tagesspiegel schreibt heute: Broder will doch nicht für Zentralrat kandidieren
Zensursula: Münchhausen ist eine Frau
soziolot.de schreibt:
Noch nie in der Geschichte der Bundesrepublik hat eine Petition so viele Anhänger gehabt wie die gegen Internetsperren: 134.014 Bundesbürger schlossen sich gegen den Gesetzentwurf von Bundesfamilienministerin Zensursula von der Leyen unter dem Fadenschein der Bekämpfung von Kinderpornographie zusammen.
Trotz des breiten Protests verabschiedete der Deutsche Bundestag mit den Stimmen der Großen Koalition Zensursula. Zensursula hat nicht nur viele Schwächen, sondern ist darüber hinaus grundrechtlich fragwürdig und wurde in extrem populistischer Weise argumentiert.
Markus Beckedahl geht bei netzpolitik.org sogar so weit zu behaupten, das Gesetz basiere auf einer Lüge. Die Unzulänglichkeiten von Zensursula haben nicht nur in Form der Petition eine öffentliche Reaktion erfahren. Neben zahlreichen Blog-Einträgen - unter anderem hier, hier, hier und hier - dem flotten Song “Zensursula” gab es auch außerhalb des Internets öffentliche Proteste, was übrigens wieder im Internet dokumentiert wurde (auch hier). In der SPD gibt es weiterhin eine rege Diskussion über Sinn und Unsinn des Gesetzes, das sogar den Austritt einiger Mitglieder zur Folge hat, unter anderem vom Bundestagsabgeordneten Jörg Tauss, der sich der Piratenpartei anschließen will. Thomas Knüwer spricht in seinem Blog gar von einer Politisierung des Internets.
..weiterlesen bei soziolot.de
Guido Westerwelle, Bundesminister des Auswärtigen
Steven Milverton schreibt in seinem Blog TheGayDissenter:
Man muss Guido Westerwelle nicht mögen, man muss die FDP nicht mögen. Die FDP ist in meinen Augen nach wie vor eine opportunistische Umfallerpartei, in der sich Straftäter wie Graf Lamsdorff und Möllemann nur allzu wohl fühl(t)en. Die Flick-Affäre ist viel zu schnell in Vergessenheit geraten. Dass die FDP neuerdings auf schwulenfreundlich macht, ändert nichts daran, dass sie mit Thomas Dehler einen der größten Schwulenhasser der Nachkriegszeit, dessen bürokratischer Schwulenverfolgungsperfektionismus dem der Nazis nicht nachstand und der sogar eine Verschärfung der Antischwulengesetze aus der Nazi-Zeit betrieb, in ihren Mitgliederlisten verzeichnet hatte und ihm als Bundesminster der Justiz die Möglichkeit bot, unzählige schwule Männer vor Gericht und ins Gefängnis zu bringen.
Guido Westerwelle ist nicht nur nicht ‘mein Typ’, ich mag sein hysterisch-schrilles Lautes nicht, ich teile auch seine politischen Ansichten zu einem erheblichen Teil nicht. Ob er ein guter Außenminister sein wird, weiß ich nicht. Ein Blick in die Liste der bisherigen Minister des Auswärtigen der Bundesrepublik Deutschland zeigt allerdings, dass er sich schon mächtig anstrengen muss, um es schlechter zu machen als Steinmeier, Kinkel, Adenauer oder Fischer.
Es gibt aber auch einen anderen Gesichtspunkt, der bei aller Vorschusskritik nicht unbedacht bleiben sollte:
...weiterlesen bei TheGayDissenter
Ebenfalls lesenswert
Sandwich: Westerwelles Stellung zwischen Merkel und Guttenberg via soziolot.de
Blindflug in den Schuldenstaat
geschrieben am 26. Oktober 2009 von Spiegelfechter
Fahren auf Sicht: Union und FDP räumen endlich mit dem Vorurteil auf, bürgerliche Parteien könnten besser mit den Staatsfinanzen umgehen
Vor gerade mal einem halben Jahr tönte die FDP noch munter, sie wolle eine Nettoneuverschuldung der öffentlichen Haushalte per Grundgesetz verbieten lassen. Doch vor einem halben Jahr befand sich Deutschland auch noch im Wahlkampf und was schert einen Politiker sein Geschwätz von gestern, wenn die Kreuze gemacht und die Urnen geleert sind? An diesem Wochenende unterzeichnete die FDP einen Koalitionsvertrag, der bereits im nächsten Jahr eine Rekordneuverschuldung von bis zu 90 Milliarden Euro mit sich bringen wird. Damit wird Berlin auch im nächsten Jahr die Stabilitätskriterien der Maastricht-Verträge mit Pauken und Trompeten verfehlen. Wie Schwarz-Gelb unter diesen stockdüsteren Rahmenbedingungen den für 2011 angekündigten Umbau des Steuersystems verwirklichen will, der alle Einkommensgruppen durch die Bank weg entlasten soll, bleibt dabei ein offenes Geheimnis.
Weiter auf freitag.de

























