Die Illusion vom paid content – Exklusivgeschichten aus der Stadtverordnetensitzung
Seit vielen Jahren kann man im Internet umsonst Zeitung lesen. Jetzt aber möchten die Verleger gerne Geld verdienen im Netz. Leider nur bieten sie kaum etwas an, wofür der User bereit ist zu zahlen.
Gestern gab es bei ZAPP eine bemerkenswerte Reportage zum Thema paid content. Dazu kann ich auch das Interview mit Stefan Niggemeier empfehlen.
Hier kann man sich den Beitrag von ZAPP noch mal ansehen, ganz umsonst!
Coming-out-Roman kostenlos im Netz
Der Kölner Autor und Lektor Stephan Martin Meyer hat seinen Jugendkrimi "Der Erdrutsch" als PDF veröffentlicht.
Es ist ein ungewöhnliches Vorgehen für einen Autor: Der gesamte Jugendroman "Der Erdrutsch" von Stephan Martin Meyer liegt ab sofort komplett als Onlinedokument vor. Erzählt wird die Geschichte von Paul (15) und Johan (14), die sich während eines Urlaubs kennen lernen und Zeugen eines dramatischen Unfalls werden. Dabei wird eine Journalistin getötet. Als sie beginnen, die Hintergründe des Geschehens zu erforschen, stoßen sie auf die geheimnisvolle Vergangenheit der Journalistin, die Entführung eines Kindes und das völlig neue Gefühl der gegenseitigen Zuneigung.
Auf seiner Website hat der Kölner Autor Stephan Martin Meyer diesen Roman nun für die Allgemeinheit zur Verfügung gestellt.
via queer.de
SIZZLA SITZT AUF DER STRASSE
blue.fm berichtet
Was für ein Tag in Berlin. Nach umfangreichen Protesten durch Medien, Verbände und Privatpersonen hatte sich das Kesselhaus in der Kulturbrauerei doch noch entschieden, das Konzert mit dem jamaikanischen Hasssänger Sizzla abzusagen. Der versuchte es kurzum in Huxleys Neuer Welt.
Wohl gemerkt ohne die Inhaber des Huxleys, die Trinity Concerts GmbH, über den genauen Sinn und Zweck der kurzfristigen Saalmiete aufzuklären. So wollten die Veranstalter um Sizzla wohl den angekündigten Protest des Aktionsbündnisses „Smash Homophobia“ umgehen und munter weiter gegen Schwule hetzen.
Einmal mehr zeigte sich aber, wozu die neuen Webanwendungen Twitter und Facebook im Stande sind. Nicht nur, dass der organisierte Protest vom Treffpunkt S-Bhf. Schönhauser Allee kurzum Richtung Neukölln umgeleitet werden konnte (zuletzt wurden ca. 200 Teilnehmer gemeldet), nein: auch zahllose Anrufe und Emails an das Huxley sorgten dort für Aufruhr und schlussendlich für eine Stellungnahme auf der Website:
Achtung !!!
Der für heute im Berliner Huxleys angekündigte Auftritt des jamaikanischen Künstlers Sizzla findet nicht statt. Der Betreiber des Huxleys stellt dem Künstler die Räumlichkeiten für ein Konzert nicht zur Verfügung und distanziert sich ausdrücklich vom Inhalt dieser Veranstaltung.
Jetzt sitzt Sizzla also auf der Straße. Ich liebe Berlin!
Wir fliegen…Polar Bear
Auch so kann man gekonnt für Umweltschutz werben...Happy Business Flight von Berlin nach Hamburg
Sizzla: Bleib zuhause, kiff dir einen…
Menschenrechte gehen vor Kommerz
Das Berliner Kesselhaus in der Kulturbrauerei geht in seiner heutigen Erklärung zum geplanten Auftritt des jamaikanischen Interpreten Sizzla am 26.11.2009 nicht auf die wahren Zustände für Lesben und Schwule auf Jamaika ein.
Mit keinem Wort wird erwähnt, dass Sizzla mit Songtexten und Auftritten immer wieder für eine regelrechte Schwulenhatz auf der Karibikinsel sorgt und für die Pogromstimmung mit verantwortlich ist. Offensichtlich schert sich das Kesselhaus nicht darum, sondern bietet dem Interpreten eine Bühne. Hauptsache die Kasse stimmt!
Das Kesselhaus will offensichtlich Zeit gewinnen und hält mit aller Gewalt am Sizzla-Auftritt fest. Zwar ist vom "Strafgesetz gegen Homosexualität in Jamaika" die Rede und dass "die europäische Wertegemeinschaft auf politischem Wege dafür sorgen" müsse, dass dieses "endgültig abgeschafft wird". Man selbst habe vorgesorgt, dass es im Kesselhaus "zu keiner strafrechtlich relevanten Handlung kommt".
Wir meinen, Menschenrechte gehen vor Kommerz. Das Kesselhaus wäre gut beraten, das Konzert abzusagen und sich künftig gar nicht erst auf Hassinterpreten einzulassen. Es kann nicht angehen, dass ein mit Mitteln des Berliner Senats unterstützter Verantalter die "homophobe Haltung des Künstlers" lapidar mit "gesellschaftlichen und kulturellen Zusammenhängen" erklärt und relativiert. Die Erklärung des Kesselhaus ist ein staatsbürgerliches Armutszeugnis: Man selbst habe seine Hausaufgaben gemacht, jetzt seien andere gefragt. Und dazu bemüht man eine nebulöse "europäische Wertegemeinschaft".
Ein wichtiges Signal für den Menschenrechtsschutz auf Jamaika und für die Unteilbarkeit und Universalität der Menschenrechte wäre es, solchen Interpreten kein Forum zu bieten. Auch öffentlich geförderte Konzertveranstalter stehen in der Pflicht: Solange Hassinterpreten Mord und Totschlag nicht wirklich abschwören, sollten sie auf deren Auftritte verzichten. Das ist die Sprache, die sie verstehen.
Pressemitteilung des LSVD
Auch schön zu wissen das die Kulturbrauerei üppig Geld vom Senat Berlin erhält! Einfach mal in diesem PDF mit der Suchfunktion nach "Kulturbrauerei" (deren Teil das "Kesselhaus" ist) fahnden: Haushaltsplan von Berlin - Band 3 - Einzelplan 03
Man stelle sich vor, ein Konzerthausbetreiber aus dem Osten würde mit einer solchen Begründung einer rechtsradikalen Band Einlass gewähren. Lichterketten von hier bis Stralsund. Schweigemärsche rund um die Lausitz. Hungerstreiks in der Gegend um Dresden. Das wäre die Folge. Aber so ein armer Jamaikaner. Der weiß es nicht besser. Also soll er doch singen was er will. Solange ers dort unten tut. Wir wollen unsere flotten Hintern ungestört wackeln lassen. Da würde Moral doch nur stören.
Mein Vorschlag an Sizzla: Bleib zuhause, kiff dir einen (oder hundert so wie Du aussiehst), und vögle die unterbeschlafenen Mittvierzigerinnen die dort Urlaub machen...Vorurteil kann ich auch!
Mode im Holocaust-Denkmal
In der November-Ausgabe des Easyjet-Boardmagazins waren Modeaufnahmen im Lea Rosh-Holocaust-Mahnmal zu sehen. Die Berliner Stiftung fordert Aufklärung, die Fluggesellschaft entschuldigte sich. Auch in Israel hat der Vorfall Interesse erregt.
Die Stiftung für das Berliner Holocaust-Mahnmal will die Fluggesellschaft Easyjet um Aufklärung über Modeaufnahmen im Stelenfeld des Denkmals ersuchen. Für die in der November-Ausgabe des Easyjet-Bordmagazins veröffentlichten Aufnahmen habe die Stiftung keine Genehmigung erteilt, erklärte deren Direktor Uwe Neumärker am Montag in Berlin.
Tja...soetwas passiert, wenn man ein "Denkmal" (man lasse sich das Wort mal auf der Zunge zergehen) irgendwo hin pflanzt, wo es keinen optischen und inhaltlichen Bezug zum Thema erkennen lässt.
Der Versuch, der Monstrosität der begangenen Verbrechen durch "räumliche Größe" statt durch "inhaltliche Dichte" (wie sie z.B. in der, von Betonstelen erschlagenen, unterirdischen Gedenkstätte erlebbar ist) gerecht zu werden - ist in allem misslungen.
Es ist erstickend mit welcher Maßlosigkeit die Gedenkkeule geschwungen wird wenn mal jemand nicht schnell genug schaltet. Das vielleicht keine Drehgenehmigung gegeben wurde sehe ich ein und halte ich für einen gerechtfertigten Grund zur Kritik aber alles darüber hinaus ist doch überzogen.
Man soll sich nur mal umschauen wie viele Leute sich mit breitem Grinsen im und um das Mahnmal ablichten lassen, das Objekt verfehlt seinen Zweck oder das sind alles böswillige Antisemtiten.
Würdiges Gedenken an unvorstellbares Leid adäquat umgesetzt gibt es im Zentrum Berlins leider nur "unter der Erde"
Wer das Bedürfnis hat zu gedenken: Gleis 17, ist aber nur etwas für starke Nerven. Gehört übrigens zum Pflichtprogramm aller israelischer Reisegruppen.
20 Jahre – “Schon beim Kartoffel schälen Lieder gelernt”
Jacob-Sisters - das ist ein Familienunternehmen.
Die Eltern besaßen einen Gasthof in Sachsen. Da gab es auch für die Schwestern immer genug zu tun. Gesungen wurde dabei natürlich auch immer. Ob beim Kartoffel schälen mit der Mutter, oder untereinander: Ein Liedchen hatten sie immer auf den Lippen.
Im zarten Durchschnittsalter von sechs Jahren starteten die Schwestern dann als "Schmannewitzer Heidelerchen" ihre Karriere. Kurz vorm Mauerbau verließen sie aber die DDR. 1963 feierten sie im "Blauen Bock" ihren ersten TV-Auftritt.
Von 1964 bis 1967 traten sie sogar in Las Vegas auf. Bis zu seinem Tod vor einigen Jahren managte Vater Erich Jacob seine erfolgreichen Töchter. Mit Hits wie: "Schenk mir einen Gartenzwerg" besitzen die Jacob-Sisters heute Kultstatus
Die erste Herausforderung für den Herrn Außenminister
An Open Letter to German Minister of Foreign Affairs (November 9, 09)
The Honorable Guido Westerwelle
Minister of Foreign Affairs and Vice Chancellor
Federal Republic of Germany
Dear Minister Westerwelle:
On behalf of the Iranian Railroad for Queer Refugees, Inc. (IRQR), I wish to first of all congratulate you on your appointment as Germany’s new Minister of Foreign Affairs and Vice Chancellor. We take particular pride in your appointment since you achieved success without hiding your own sexual orientation and relationship with another man.
We hope you will continue to champion such forthrightness as you play a significant role in the world’s international affairs.
As you undoubtedly know, the freedom which you enjoy in Germany is unfortunately not available for those in Iran who, like yourself, happen to be homosexual. That country’s laws dictate that homosexuals must be put to death – a clear violation of the UN principles and articles of law.
We therefore call upon you to raise, at the UN, the fact that Iran violates the human rights of queer people and to do all you can to help increase international awareness of these inhumane actions. The lives of countless queer people in Iran rely on the solidarity and support expressed by those who can take diplomatic actions such as yourself. We urge you to join your voice, on behalf of Germany, to decriminalize homosexuality and cease the executions of queer people in Iran.
In addition to actions at the UN, Germany can also have a strong voice within the European community. We urge you to join other European nations in offering support to Iranian queer refugees.
Domestically, there is still room to significantly improve Germany’s welcome of queer refugees from Iran. There should be an immediate updating of Germany’s dossier information on Iran and its human rights violation in order to facilitate the process by which Iranian queers seek asylum in Germany. Your country should be serve as a beacon in respecting human rights. Twenty years ago, the tearing down of the Berlin Wall was greeted with great celebration. Do not now put up walls that prevent desperate people from reaching safety, staying alive and living freely.
—————————————
Arsham Parsi
Executive Director
Iranian Railroad for Queer Refugees – IRQR
www . irqr . net
info @ irqr . net
(001) 416-548-4171
414-477 Sherbourne St.
Toronto, On – M4X 1K5
Aus für die Netzeitung
In einer Pressemitteilung des Presse- und Medienhauses Berlin, zu dem die Netzeitung als Teil der Mediengruppe M. DuMont Schauberg gehört, heißt es:
«Aus wirtschaftlichen Gründen wird das bisherige Konzept einer Internetzeitung mit eigener Redaktion zum 31. Dezember 2009 aufgegeben. Aus diesem Grund wird sämtlichen Mitarbeitern in Kürze betriebsbedingt gekündigt werden. Bestehende vertragliche Verpflichtungen der Internetzeitung werden noch im 1. Quartal 2010 erfüllt. Es wird geplant, zukünftig die Netzeitung als automatisiertes Nachrichtenportal zu nutzen. Die NZ-Teletextaktivitäten sind davon unberührt und sollen in Zukunft eine stärkere Rolle in der Gruppe spielen.
Wir bedauern die für die Mitarbeiter mit der Entscheidung verbundenen Härten. In der derzeitigen Form ist die Internetzeitung wirtschaftlich aber nicht zu betreiben.»


Die vier verkaufsoffenen Adventssonntage in Berlin sind unzulässig. Sie verstoßen gegen den Sonntagsschutz des Grundgesetzes, wie das Bundesverfassungsgericht in einem
Mit keinem Wort wird erwähnt, dass Sizzla mit Songtexten und Auftritten immer wieder für eine regelrechte Schwulenhatz auf der Karibikinsel sorgt und für die Pogromstimmung mit verantwortlich ist. Offensichtlich schert sich das Kesselhaus nicht darum, sondern bietet dem Interpreten eine Bühne. Hauptsache die Kasse stimmt!

























