Mode im Holocaust-Denkmal
In der November-Ausgabe des Easyjet-Boardmagazins waren Modeaufnahmen im Lea Rosh-Holocaust-Mahnmal zu sehen. Die Berliner Stiftung fordert Aufklärung, die Fluggesellschaft entschuldigte sich. Auch in Israel hat der Vorfall Interesse erregt.
Die Stiftung für das Berliner Holocaust-Mahnmal will die Fluggesellschaft Easyjet um Aufklärung über Modeaufnahmen im Stelenfeld des Denkmals ersuchen. Für die in der November-Ausgabe des Easyjet-Bordmagazins veröffentlichten Aufnahmen habe die Stiftung keine Genehmigung erteilt, erklärte deren Direktor Uwe Neumärker am Montag in Berlin.
Tja...soetwas passiert, wenn man ein "Denkmal" (man lasse sich das Wort mal auf der Zunge zergehen) irgendwo hin pflanzt, wo es keinen optischen und inhaltlichen Bezug zum Thema erkennen lässt.
Der Versuch, der Monstrosität der begangenen Verbrechen durch "räumliche Größe" statt durch "inhaltliche Dichte" (wie sie z.B. in der, von Betonstelen erschlagenen, unterirdischen Gedenkstätte erlebbar ist) gerecht zu werden - ist in allem misslungen.
Es ist erstickend mit welcher Maßlosigkeit die Gedenkkeule geschwungen wird wenn mal jemand nicht schnell genug schaltet. Das vielleicht keine Drehgenehmigung gegeben wurde sehe ich ein und halte ich für einen gerechtfertigten Grund zur Kritik aber alles darüber hinaus ist doch überzogen.
Man soll sich nur mal umschauen wie viele Leute sich mit breitem Grinsen im und um das Mahnmal ablichten lassen, das Objekt verfehlt seinen Zweck oder das sind alles böswillige Antisemtiten.
Würdiges Gedenken an unvorstellbares Leid adäquat umgesetzt gibt es im Zentrum Berlins leider nur "unter der Erde"
Wer das Bedürfnis hat zu gedenken: Gleis 17, ist aber nur etwas für starke Nerven. Gehört übrigens zum Pflichtprogramm aller israelischer Reisegruppen.

























